Telefonärger – immer mehr Fälle

Peine  Kein Internet, kein Telefon – dieses Problem schilderten mehrere Bürger aus dem Landkreis unserer Zeitung. Wir fragten bei den Telefonanbietern nach.

Kein Internet, kein Telefon – im Landkreis Peine hatten mehrere Bürger dieses Problem.

Foto: Frank Rumpenhorst/dpa

Kein Internet, kein Telefon – im Landkreis Peine hatten mehrere Bürger dieses Problem. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa

Nach einer Ummeldung der Telefonleitung kein Telefon und kein Internet mehr zu haben – dieses Problem hatte nicht nur der Wierther Peter Radke (wir berichteten).

Nach fast drei Wochen hat Peter Radke seit gestern wieder digitalen Kontakt zur Außenwelt. „Der Monteur war da, meine Frau hat mich über die Festnetzleitung auf dem Handy anrufen können“, sagt Radke. Sein Problem hatte damit begonnen, dass er von der Telekom zu HTP gewechselt war.

Auch der Wierther Jürgen Dunker kann seit gestern wieder unter seiner Festnetznummer erreicht werden. Dunker wollte bei HTP für sein Architekten-Büro in den Räumen der ehemaligen Zuckerfabrik von einem Produkt zu einem anderen wechseln. Daraufhin sei ihm am Montag seine alte, langsame Leitung gekappt worden, die neue aber nicht geschaltet. Nachdem er das Problem gemeldet hatte, habe er einen Tag erfolglos auf einen angekündigten Monteur gewartet.

Obwohl Dunker wie Radke HTP-Kunde ist, ist die Telekom für die Freischaltung zuständig. HTP-Sprecherin Kathrin Mackensen erklärt: „Wir mieten die ’letzte Meile‘ zu den Telefon-Anschlüssen von der Telekom.“ Deshalb dürfe HTP dort nicht tätig werden, sondern müsse die Schaltung bei der Telekom beantragen. „Wir haben eine Expressstörung bei der Telekom aufgerufen, das heißt, dass die Telekom schnell entstören muss.“

Und das führte schließlich zum Erfolg, der Monteur kam gestern gegen 18.30 Uhr bei Dunker vorbei. „Er sagte mir, die Leitungen in der Zuckerfabrik seien falsch beschriftet“, berichtet Dunker. Eine mögliche Erklärung dafür, dass seine Nummer zwischenzeitlich falsch geschaltet war. Dunker: „Wer meine Nummer gewählt hatte, kam bei einem Büro im Nebengebäude raus.“

Der Neu-Schmedenstedter Wolfgang Ludwig wartet dagegen noch immer auf die Freischaltung seines Anschlusses. Er sei Anfang November von Woltorf nach Schmedenstedt gezogen, berichtet der Telekom-Kunde, und habe das Unternehmen bereits am 19. Oktober darüber informiert. In seiner neuen Wohnung blieb die Leitung jedoch tot.

„Am 17. November habe ich einen neuen Antrag gestellt“, berichtet Ludwig. Am 27. November hätte seine Leitung freigeschaltet werden sollen. „Um 18 Uhr rief der Monteur an und sagte, es sei ihm nun zu spät geworden.“

Bei anschließenden Anrufen bei der Telekom-Servicehotline habe er mehrmals zu hören bekommen, seine Leitung sei doch freigeschaltet. Auf Anfrage unserer Zeitung teilte Telekom-Sprecher Lorenz Steinke gestern mit: „Den Kundenfall Ludwig werden wir prüfen und gemeinsam mit dem Kunden eine Lösung finden.“

Ebenfalls gestern berichtete Ludwig, er solle heute von einem Monteur Besuch bekommen. Das habe ihm ein Telekom-Mitarbeiter – nach eineinhalbstündigen Telefonaten mit der Hotline – versprochen.

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder
Captcha
Leserkommentare (4)
    Weitere Artikel aus diesem Ressort