Rocker wollten in Woltwiesche feiern

Woltwiesche  Die Polizei war am Freitagabend auf eine Feier des Motorradclubs Red Devils in Woltwiesche vorbereitet. Doch dann gab es noch einen Ortswechsel.

Mario M., „Präsident“ der Red Devils Salzgitter, im März vor dem damals neuen Clubhaus in der Neißestraße in Lebenstedt.

Foto: Archiv/Bernward Comes

Mario M., „Präsident“ der Red Devils Salzgitter, im März vor dem damals neuen Clubhaus in der Neißestraße in Lebenstedt. Foto: Archiv/Bernward Comes

Großes Polizeiaufgebot am Freitagabend auf der Neißestraße in Salzgitter-Lebenstedt. Die Polizei macht eine allgemeine Verkehrskontrolle. In der Nähe findet im Clubhaus des Motorradclubs Red Devils Salzgitter eine Feier statt.

Nach Informationen unserer Zeitung war die Party eigentlich in Woltwiesche geplant – auf dem Gelände der ehemaligen Volksbank an der Großen Straße. Das Gebäude steht nach dem Umzug der Bank in den Neubau in Lengede leer. Nach unseren Informationen soll es verkauft worden sein.

Die Polizei Salzgitter teilte gestern auf Nachfrage mit, dass am Freitagabend ursprünglich eine Verkehrskontrolle in Woltwiesche geplant gewesen sei. Kurzfristig seien die Beamten aber zu dem Einsatz nach Lebenstedt beordert worden.

Rund 200 Fahrzeuge seien bei der Aktion in Lebenstedt, die von etwa 18 Uhr abends bis 2 Uhr nachts ging, kontrolliert worden. Es seien auch Zivilfahrzeuge für mobile Kontrollen unterwegs gewesen. Schwerpunkt: Alkohol und Drogen.

Etwa 50 bis 70 Personen hätten im Lebenstedter Clubhaus der Red Devils gefeiert. Die meisten Gäste seien mit dem PKW angereist. Vor dem Clubhaus hätten nur wenige Motorräder gestanden. Die Feiern gebe es immer wieder, so die Polizei. „Es ist vergleichsweise ruhig und gesittet verlaufen.“ Außerdem hieß es: „Die Bürger haben wahrgenommen, dass wir da sind.“

Gerüchte, dass in dieser Nacht im Clubhaus die Gründung eines Clubs („Charter“) der Red Devils für den Landkreis Peine gefeiert wurde, bestätigte die Polizei nicht.

Fakt ist aber, dass die Red Devils ihr Clubhaus in Lebenstedt zum Jahresende verlassen müssen. Das Grundstück gehört der Stadt Salzgitter. Der Verein für Deutsche Schäferhunde hatte es gepachtet und an die Rocker weitervermietet. „Der Vertrag ist rechtswidrig“, sagte dazu Norbert Uhde, Sprecher der Stadt Salzgitter. Daher habe die Stadt dem Schäferhundeverein die Pistole auf die Brust gesetzt. Das Ergebnis: Der Motorradclub (MC), der eine Unterstützergruppierung der Hells Angels ist, muss aus seinem „Devils Place“ in Lebenstedt ausziehen.

Der „Präsident“ der Red Devils Salzgitter, Mario M., war gestern für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Was meinen Sie? Rocker im Dorf? Wären die Red Devils in Woltwiesche willkommen – wenn sie dort nach einem Platz für ein neues Clubhaus suchen würden? Gerne können Sie uns dazu Ihren Kommentar schreiben!

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