Verkaufsoffener Sonntag zog mit Kunstmeile viele Familien an

Peine  Die Händler zeigten sich zufrieden, doch einige kritisierten, dass die Aktion parallel zum verkaufsoffenen Sonntag in Braunschweig lief.

Volle Straßen, lange Schlangen – die Peiner Innenstadt war beim verkaufsoffenen Sonntag sehr gut besucht. Auf der Kunstmeile war vor allem für die kleinen Besucher jede Menge dabei, so dass viele Familien in der Stadt unterwegs waren.

Auf der Breiten Straße lockten die Händler mit zahlreichen Sonderangeboten: In roter Schrift prangten auf einigen Schildern beispielsweise Hinweise wie „Extrarabatt am Sonntag“. Zahlreiche Stände waren aufgebaut. Der Duft von Schmalzkuchen und Bratwurst lag in der Luft, so dass sich der ein oder andere Besucher bereits in Weihnachtsstimmung versetzt fühlte.

In der Peiner Citygalerie gab es zahlreiche Angebote für die Kinder: Vier Vorführungen gab beispielsweise Zauberer Frank Wessels auf einer kleinen Bühne in der Galerie. Der Hildesheimer holte den Nachwuchs als Assistent auf die Bühne und bot weitere Mitmachaktionen für die ganze Familie an. „Es wird super angenommen – die Bänke waren voll“, freute sich der Zauberer nach der ersten Vorstellung, die insgesamt 20 Minuten dauerte.

Ein weiterer Zauberer präsentierte Kartentricks: Gespannt beobachteten die Kinder den umringten Magier, der rund 50 Tricks beherrscht. „So, wer möchte als nächster Teilnehmer mitmachen?“, fragte der Borsumer – und zahlreiche Finger schnellten gleichzeitig in die Höhe.

Eine lange Schlange hatte sich ebenso vor dem Schminktisch gebildete. Für ihre dreijährige Tochter Maja hatte sich beispielsweise Wiebke Oelkers eingereiht. Maja baute indes noch höchstkonzentriert mit Papa Nico Oelkers einen großen Holzturm. 6000 gleichgroße Holzbausteine lagen zum Zusammenfügen bereit.

„Wir sind heute in der Innenstadt, um das Programm für die Kinder zu nutzen. Es sind tolle Angebote dabei“, freute sich der Peiner, der dafür sorgte, dass die kleine Festung nicht umstürzte. „Das Ziel ist nämlich, dass der Turm so groß wird wie Maja“, begründete der Papa – also 95 Zentimeter.

„Wir sind eigentlich wegen des verkaufsoffenen Sonntags hier, von der Kunstmeile haben wir erst vor Ort erfahren“, berichtete Clemens Rathing, der mit seinen Kindern Merle (3) und Lennart (5) unterwegs war. „Es ist ein schönes, abwechslungsreiches Angebot“, freute sich der Familienvater aus Vöhrum.

Vor der Galerie sorgten die Bands „feel and friends“ und „Doctor Groove“ für heitere Stimmung – etwas abseits des bunten Treibens stand die kleine Bühne, die Musik aber war auch einige hundert Meter weiter noch zu hören. Livemusik gab es ebenso auf dem Marktplatz.

Zufrieden mit dem Geschäft waren die Händler in der Fußgängerzone: „Es lief erstaunlich gut“, freute sich Sabine Künnecke, Leiterin der Buchhandlung Gillmeister. Der Zulauf sei vergleichbar mit dem an einem Samstag – „die Menschen haben Zeit zum Bummeln. Ich habe den Eindruck, verkaufsoffene Sonntage werden in Peine immer dankbar angenommen“, erklärte Künnecke, die dennoch einen Verbesserungsvorschlag hatte: „Wir sollten darüber nachdenken, eine solche Aktion nicht parallel zu Veranstaltung in anderen Städten laufen zu lassen.“ Am gestrigen Sonntag waren die Geschäfte in Braunschweig ebenfalls geöffnet.

Einige lohnenswerte Rabattaktionen hatte sich Klaus Brochmann einfallen lassen. Auch für den Geschäftsführer eines Fanartikelgeschäftes lief es „überraschend gut“. „Ich weiß nur nicht, ob es wirklich nötig ist, für fünf Stunden zu öffnen – nach einer kräftigen Welle ist jetzt nichts mehr los“, erklärte der Geschäftsmann gegen Ende der Verkaufsaktion.

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