Neuer Platz für Broistedts antikes „Skandal-Tor“

Broistedt  Das antike Eisentor hat nach der Barbecker Straße nun einen neuen Platz an der Osterriehe. Und Vieles deutet darauf hin, dass es dort bleiben darf.

An der Osterriehe, kurz nach der Ortseinfahrt, heißt das schmiedeeiserne Tor Autofahrer aus Richtung Osten kommend in Broistedt willkommen.

Foto: Dase

An der Osterriehe, kurz nach der Ortseinfahrt, heißt das schmiedeeiserne Tor Autofahrer aus Richtung Osten kommend in Broistedt willkommen. Foto: Dase

Es hat für Aufregung gesorgt: Das antike Eisentor auf der Barbecker Straße, am Broistedter Ortseingang. Nach nur einem Monat musste es dort aus Sicherheitsgründen weg. Nun hat es einen neuen Platz an der Osterriehe. Und vieles deutet darauf hin, dass es auf dieser Straße bleiben darf.

Cord-Heinrich Helmke, Bauamtsleiter der Gemeinde Lengede, ist zufrieden: „Es sieht so aus, als hätte das Tor schon immer dort gestanden.“ Mindestens genauso gut habe ihm Broistedts schmiedeeisernes Wahrzeichen aber an seinem alten Standort, an der Barbecker Straße gefallen – die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr aus Wolfenbüttel war da anderer Meinung: Sie sah in dem Tor eine Gefahr für die Sicherheit der Autofahrer.

„Dann ist das halt so“, sagt Helmke, auch wenn er den Grund bis heute nicht verstehen könne. Trotz etlicher Diskussionen: Mitte September musste das Tor weg von der Landesstraße. Seit Anfang Oktober heißt es Broistedts Besucher nun von einem neuen Platz, der Osterriehe, mit weit geöffneten Flügeln willkommen. „Auch das ist eine Durchfahrtsstraße mit viel Verkehr“, sagt Helmke.

Anders als die Barbecker Straße sei die Osterriehe aber keine Landes-, sondern eine Gemeindestraße. „Wir wollten nicht noch einmal die gleichen Diskussionen mit dem Landesstraßenbauamt führen müssen“, erklärt Lengedes Bauamtsleiter die Wahl des neuen Standortes. „An der Osterriehe gibt es keine gesetzlichen Sicherheitsvorgaben, die vorschreiben, dass dieses Tor nicht dort stehen darf.“

Im Gegenteil: Es habe Signalwirkung und leite die Tempo 30 Zone auch optisch ein. Auch von den Einwohnern habe es ein „sehr positives Echo“ auf das antike Tor gegeben, sagt Helmke. Bernd Weiberg aus Broistedt allerdings ist geteilter Meinung über das neue Wahrzeichen in seiner Nachbarschaft: „An der Barbecker Straße hat es mir besser gefallen“, sagt er. „Hier ist es verschenkt, man sieht es fast gar nicht.“

Auch Broistedterin Mandy Kopetzki ist skeptisch: „Ich finde das Tor zwar schön, aber unpassend. Es ist zu antik für den Ort.“

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