USA melden Rekordwert bei Schusswaffen-Nachfrage

Washington  Das Interesse an Schusswaffenkäufen ist in den USA auf einen Rekordwert gestiegen. Im vergangenen Dezember, dem Monat des Massakers an einer Grundschule in Newtown (Conneticut), hätten Händler fast 2,8 Millionen Hintergrundprüfungen potenzieller Käufer beantragt.

Waffenladen in Atlanta: Nach dem Massaker an einer US-Grundschule wird in den USA über strengere Regeln im Waffenrecht diskutiert. 

Foto: Erik S. Lesser/Archiv

Waffenladen in Atlanta: Nach dem Massaker an einer US-Grundschule wird in den USA über strengere Regeln im Waffenrecht diskutiert.  Foto: Erik S. Lesser/Archiv

Das teilte die Bundespolizei FBI in der Nacht zum Donnerstag mit. Das seien fast 50 Prozent mehr gewesen als im gleichen Vorjahresmonat. Die Checks sind gesetzliche Voraussetzung für den Erwerb von Waffen. Insgesamt wurden 2012 rund 19,5 Millionen Prüfungen durchgeführt, gut drei Millionen mehr als 2011.

Die Zahlen geben einen Hinweis darauf, wie viele Schusswaffen über die Ladentheke gegangen sein könnten. Exakte Verkaufszahlen erfasst das FBI nicht. Nach dem Amoklauf in Newtown Mitte Dezember, bei dem ein junger Mann 20 Kinder und sechs Erwachsene tötete, kündigte US-Präsident Barack Obama eine Verschärfung der Waffengesetze an. Händler beobachteten schon in den Tagen danach deutlich angestiegene Verkaufszahlen. Das Recht auf Waffenbesitz wird Bürgern in den USA von der Verfassung garantiert. (dpa)

FBI-Zahlen zu Hintergrundprüfungen

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