Auto rast in Bus mit Schülern: Ein Toter, 15 Verletzte

Euskirchen/Köln  Horrorunfall in der Eifel: Ein Auto ist am Freitag bei Euskirchen frontal mit einem Reisebus zusammengestoßen, in dem zahlreiche Schüler aus Köln saßen. Der Autofahrer starb, 15 Businsassen wurden verletzt, darunter 13 Schüler.

Im Bus saßen Schüler des Kölner Humboldt-Gymnasiums.

Foto: Thomas Steinicke

Im Bus saßen Schüler des Kölner Humboldt-Gymnasiums. Foto: Thomas Steinicke

Der Wagen war auf der B266 in der Nähe einer Autobahnauffahrt in den Bus gerast, wie die Kreispolizei in Euskirchen mitteilte. Der Autofahrer sei sofort tot gewesen. Der Busfahrer schwebte in Lebensgefahr. Schwer verletzt wurde eine Begleiterin. Ein Schüler wurde zur Beobachtung in ein Krankenhaus gebracht, zwölf weitere erlitten leichte Verletzungen.

Wer den Wagen mit Bitburger Kennzeichen gefahren hat, war zunächst unklar. Die Identifizierung werde vermutlich erst in der kommenden Woche abgeschlossen sein, sagte Polizeisprecher Norbert Hardt.

Anderen Autofahrern war der Mann laut Hardt zuvor durch stark überhöhtes Tempo und waghalsige Überholmanöver aufgefallen. Dabei sei er auf der teils vierspurig ausgebauten Straße auch über die Mittellinie auf die Spuren der Gegenfahrbahn gefahren. Als er ein weiteres Mal zum Überholen angesetzt habe, sei er in den Bus gerast.

Ein zweiter nachfolgender Reisebus konnte nach dem Unfall noch rechtzeitig anhalten. In beiden Bussen zusammen saßen laut Hardt 54 Kinder und Jugendliche. Sie gehörten zum Orchester des Kölner Humboldt-Gymnasiums. Sie waren auf dem Weg zu einer Musikveranstaltung.

Die Schulleitung wollte sich nicht äußern. Die Bezirksregierung Köln will die Schule beraten, wenn es in der kommenden Woche darum geht, das Unfallgeschehen aufzuarbeiten. (dpa)

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