Brandzeichen für Pferde bleiben erlaubt

Berlin  Bundesagrarministerin Ilse Aigner (CSU) ist mit ihren Plänen für ein Verbot des umstrittenen Brandzeichens bei Pferden gescheitert. Darauf einigten sich die Fachpolitiker der Koalition, wie die «Münstersche Zeitung» (Samstag) berichtet.

Mit einem Schenkelbrand wird ein Fohlen gekennzeichnet.

Foto: Jörg Carstensen

Mit einem Schenkelbrand wird ein Fohlen gekennzeichnet. Foto: Jörg Carstensen

Die agrarpolitische Sprecherin der FDP-Fraktion, Christel Happach-Kasan, sagte dem Blatt: «Ein Verbot ist vom Tisch.» Der Berichterstatter der Union für das neue Tierschutzgesetz, Dieter Stier (CDU), sagte, neben den Fachpolitikern sei auch die überwiegende Zahl der Unionsabgeordneten dagegen. «Deshalb werden wir entsprechende Änderungen am Regierungsentwurf vornehmen.»

Im Kabinett hatten sich zuvor bereits Außenminister Guido Westerwelle (FDP) und Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) gegen Aigners Pläne ausgesprochen.

Ihr Entwurf soll aber nicht nur beim Schenkelbrand geändert werden. Wie die Zeitung unter Berufung auf Happach-Kasan weiter berichtet, soll das Verbot der betäubungslosen Ferkelkastration nicht schon 2017, sondern erst 2018 kommen. (dpa)

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder
Captcha
Leserkommentare (2)
    Weitere Artikel aus diesem Ressort