Sohn sagt im Mordprozess gegen Ex-Bürgermeister aus

Potsdam/Ludwigsfelde  Im Mordprozess gegen den früheren Bürgermeister von Ludwigsfelde bei Berlin, Heinrich Scholl, hat dessen Sohn ausgesagt.

Blumen liegen auf dem Grab der Frau des Ex-Bürgermeisters in Ludwigsfelde (Brandenburg).

Foto:  Bernd Settnik / Archiv

Blumen liegen auf dem Grab der Frau des Ex-Bürgermeisters in Ludwigsfelde (Brandenburg). Foto:  Bernd Settnik / Archiv

Der 48-Jährige beschrieb vor dem Landgericht Potsdam, wie er nach dem Verschwinden seiner Mutter am 29. Dezember 2011 gemeinsam mit seinem Vater und einem Freund der Familie im Wald nach Brigitte Scholl gesucht habe. Die Männer orientierten sich dabei an dem Weg, den die 67-Jährige immer mit ihrem Cockerspaniel gegangen war - bis sie tatsächlich auf die Leiche von Brigitte Scholl und den Kadaver des Hundes gestoßen seien.

Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft Potsdam ist die Kosmetikerin von ihrem Ehemann erdrosselt worden. Sie wirft dem 69-Jährigen Mord aus Heimtücke vor. Der langjährige Bürgermeister der brandenburgischen Stadt Ludwigsfelde bestreitet die Tat. Vor Gericht machte er bislang von seinem Schweigerecht Gebrauch. Die Anklage stützt sich auf Indizien wie DNA-Spuren am Tatort oder die Ortung von Scholls Handy in der Nähe des Tatorts. (dpa)

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