Säugling im Herzzentrum Berlin mit Darmkeimen angesteckt

Berlin  Im Deutschen Herzzentrum in Berlin hat sich ein Säugling mit Darmkeimen angesteckt. Das Zentrum bestätigte am Montagabend einen entsprechenden Bericht des Gesundheitsmagazins «rbb Praxis».

Serratien-Keime sind in die Säuglingsstation der Berliner Charité gelangt.

Foto: Marc Tirl

Serratien-Keime sind in die Säuglingsstation der Berliner Charité gelangt. Foto: Marc Tirl

Dem Jungen gehe es nach einer erfolgreichen Behandlung wieder gut, sagte die Sprecherin des Herzzentrums, Barbara Nickolaus, der Nachrichtenagentur dpa. Der Kleine solle an diesem Mittwoch entlassen werden.

Am vergangenen Wochenende war bekanntgeworden, dass bereits Mitte Oktober an der Berliner Universitätsklinik Charité ein Neugeborenes an den Folgen einer Infektion mit Serratienkeimen gestorben ist. Das Kind war nach einer Behandlung am Campus Virchow-Klinikum der Charité im Deutschen Herzzentrum in Berlin operiert worden.

«Wir gehen davon aus, dass der später verstorbene Säugling die Keime in das Herzzentrum eingeschleppt hat», sagte Nickolaus. Beide Jungen seien zur gleichen Zeit behandelt worden. Der Direktor der Klinik für angeborene Herzfehler und Kinderkardiologie am Herzzentrum, Prof. Felix Berger, sagte dem rbb, im Labor werde gerade getestet, ob beide Kinder an den genetisch gleichen Keimen erkrankt seien. (dpa)

Charité

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