Spielhallenmitarbeiter demonstrieren für ihre Jobs

Hannover  Künftig soll es einen Mindestabstand zwischen Spielhallen geben. In Anbetracht des drohenden Jobverlustes gingen Mitarbeiter nun auf die Straße.

Spielhallenbeschäftigte demonstrierten am Dienstag vor Beginn der dreitägigen Landtagssitzung vor dem Landtag in Hannover für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze.

Foto: Holger Hollemann/dpa

Spielhallenbeschäftigte demonstrierten am Dienstag vor Beginn der dreitägigen Landtagssitzung vor dem Landtag in Hannover für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze. Foto: Holger Hollemann/dpa

Rund 1500 Spielhallenbeschäftigte haben in Hannover für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze und gegen die Schließung vieler Automatenhallen demonstrieren. Der Protest verlief friedlich, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. Wegen verschärfter Vorschriften für das Betreiben von Spielhallen in Niedersachsen stehen ab Juli 1000 der 2000 Spielhallen mit mehr als 3000 Arbeitsplätzen vor dem Aus. Mit einem von der Automatenindustrie heftig kritisierten Losverfahren sollen die Kommunen bestimmen, welche Spielhalle bleibt und welche geschlossen werden muss. Künftig gilt ein Mindestabstand von 100 Metern zwischen jeder Spielhalle.

Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) hat das Losverfahren verteidigt, mit dem nach dem neuen Glückspielgesetz über die Schließung von Spielhallen entschieden werden soll. „Das Los ist am objektivsten, wenn es keine anderen Kriterien gibt“, sagte Lies am Dienstag im Landtag.

Die Losverfahrenregelung sei im Sinne der Spielhallenbesitzer sehr großzügig - in anderen Bundesländern müsse der Mindestabstand zwischen den Betrieben 500 Meter betragen. dpa

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