Aprilfrost lässt Obstbauern um ihre Ernte bangen

Hildesheim  Wegen Frost und Kälte bangen viele Acker- und Obstbauern in Niedersachsen um ihre Erträge.

Obstbauer Gerd Sundermeyer zeigt eine erfrorene und braunschwarz verfärbte Knospe und eine grüne Knospe von einem Apfelbaum auf seiner Plantage bei Wendhausen im Landkreis Hildesheim.

Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Obstbauer Gerd Sundermeyer zeigt eine erfrorene und braunschwarz verfärbte Knospe und eine grüne Knospe von einem Apfelbaum auf seiner Plantage bei Wendhausen im Landkreis Hildesheim. Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Wegen Frost und Kälte bangen viele Acker- und Obstbauern in Niedersachsen um ihre Erträge. Zuckerrübenpflanzen sowie Apfel- und Kirschblüten seien besonders stark vom Spätfrost betroffen, teilte der Landesbauernverband am Donnerstag mit. „Der erste Eindruck ist heftig“, sagt auch Obstbauer Gerd Sundermeyer aus Wendhausen (Landkreis Hildesheim). Das Ergebnis der frostigen Nächte ist an seinen Apfelblüten deutlich erkennbar: Erforerene und braunschwarz verfärbte Knospen, die eigentlich grün sein sollten. Mit wie viel Verlust bei der Apfelernte tatsächlich zu rechnen sei, werde sich aber erst noch zeigen.

Schwerer als die Apfelblüten dürfte es die Kirschblüten erwischt haben. Sie gelten als empfindlicher und stehen bereits in Vollblüte. Aus Angst vor Verlusten hatten nach Angaben des Bauernverbandes etwa 80 Prozent Obstbauern an der Niederelbe Frostschutzberegnungen eingeschaltet, um ihre Pflanzen zu schützen. Bis zu maximal -8 Grad kann die beim Gefrieren freiwerdende Energie dabei abpuffern. In den Kirschplantagen vernebelten Obstbauern unter den Bäumen Wasser, damit die Pollen in den Blüten nicht verkleben. Bis zu -2 bis -3 Grad lassen sich die empfindlichen Blüten so schützen. dpa

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