Streit um Sektenkinder in Bayern
Erlangen Trotz umstrittener Erziehungsmethoden einer Sekte in Lonnerstadt (Bayern) sehen die zuständigen Behörden keinen Grund für ein Einschreiten. «Die Kriterien für eine Gefährdung des Kinderwohls sind nicht erfüllt», sagte Landrat Eberhard Irlinger (SPD) in Erlangen.
Er selbst und das Jugendamt seien in ständigem Kontakt mit der Familie.
Nach Berichten über die «Neue Gruppe der Weltdiener» waren Vorwürfe laut geworden, die Behörden würden sich zu wenig um die drei Kinder kümmern. Sie seien nicht krankenversichert und müssten meditieren statt spielen. Den Fall ins Rollen gebracht hatte die Journalistin Beate Greindl mit einem Fernsehbeitrag. Sie reagierte mit Unverständnis auf die Einschätzung der Erlanger Behörden. (dpa)
