Niedersachsen-CDU stellt sich hinter David McAllister
CDU-Parteitag in Celle Die CDU startet in den Wahlkampf. Einstimmig kürten die Delegierten auf dem Landesparteitag in Celle David McAllister zum Spitzenkandidaten.
Einstimmig hat die niedersächsische CDU ihren Landeschef David McAllister zum Spitzenkandidaten für die Landtagswahl am 20. Januar 2013 nominiert. „Ab heute geht es los, wir werden die nächsten 100 Tage um jede Erst- und Zweitstimme kämpfen“, sagte McAllister am Freitag auf dem Landesparteitag in Celle. Gegenkandidaten gab es bei der Abstimmung nicht, endgültig werden die Listenplätze auf der CDU-Landesvertreterversammlung Anfang November in Hannover vergeben. McAllisters Spitzenplatz gilt auch hier als ungefährdet.
Kurz nach der Nominierung zum Spitzenkandidaten wählten die Delegierten McAllister mit 98,2 Prozent zum dritten Mal infolge zum CDU-Landeschef. 2010 hatten 97 Prozent der Delegierten für McAllister gestimmt.
In seiner mehr als 75-minütigen Rede hatte McAllister die Delegierten und Ehrengäste, darunter Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU), zahlreiche CDU-Landesminister und FDP-Landeschef Stefan Birkner, auf den Wahlkampf eingeschworen. Dabei hatte er sowohl die politische Arbeit von Bundeskanzlerin Angela Merkel und der Bundesregierung als auch die der eigenen Landesregierung gelobt. „Wir möchten unsere gute Zusammenarbeit mit der FDP am liebsten fortsetzen“, sagte McAllister. Nach den letzten Umfragen könnte die FDP jedoch den Einzug in das Parlament verpassen.
„Wir haben eine sehr gute Bilanz“, sagte McAllister. Jedoch sei eine gute Bilanz „noch keine hinreichende Bedingung für einen Wahlsieg“. Daher müsse die Partei in den kommenden 100 Tagen bis zur Wahl alles geben. McAllister: „Hart in der Sache, aber eben fair und gemäßigt in Ton und Umgang, das ist mein Motto für die nächsten Wochen und Monate.“
Dagegen kritisierte er SPD, Linke und Grüne massiv. Diese verlören sich etwa in der Schulpolitik „lieber in nervigen Strukturdebatten“, als sich über Qualität und Inhalte zu unterhalten. Die CDU sei für konstruktive Debatten, von der Opposition komme aber nur Polemik oder Skandalisierung. McAllister kündigte an, das Gymnasium verteidigen zu wollen: „Finger weg vom Gymnasium, sonst gibt es richtig Ärger mit der CDU.“
McAllister betonte, er stehe mit der niedersächsischen CDU hinter der Politik von Merkel: „Sie kämpft in eindrucksvoller Art und Weise für unsere Währung und die Sicherung unserer Zukunft.“ Die Kanzlerin wird zum Abschluss des Parteitages in Celle erwartet.
Der zweitägige Parteitag war am Nachmittag mit leichter Verspätung gestartet. Zum Auftakt hatte die Partei unter dem Jubel der anwesenden Delegierten das Wahlkampfvideo von Landeschef David McAllister, welches zuletzt bereits im Internet für Wirbel und auch Spott gesorgt hatte. Am Samstag wollen die Delegierten zudem über das Regierungsprogramm diskutieren. dpa



