Wütend und traurig gemacht

Unsere Leser beschäftigen sich mit den Schloss-Arkaden.

Foto: Peter Sierigk

Unsere Leser beschäftigen sich mit den Schloss-Arkaden. Foto: Peter Sierigk

Zu: „Meier: Kommerz ist nicht alles“ vom 4 August: Den Ansichten von Uwe Meier bezüglich der Vernichtung des Schlossparks kann ich mich nur anschließen. Mich hat das Absägen der wunderschönen Bäume auch sehr traurig und zugleich wütend gemacht. Ich finde eine grüne Lunge gerade in den von Luftverschmutzung bzw. von zu viel Feinstaub belasteten Städten viel wichtiger als riesige Komsumtempel, die uns langfristig eh nicht viel nutzen. Das Hobby „Shoppen“ ist in Zeiten des Klimawandels eine Sache, die von den vielen kaufwütigen Menschen endlich mal kritisch hinterfragt werden sollte. Wie viele Hinweise brauchen wir denn noch, bis wir endlich aufwachen, dass die Natur unsere Lebensgrundlage darstellt. Wir sind gerade dabei, uns den Ast abzusägen, auf dem wir sitzen. Ein grundlegendes Umdenken ist aus meiner Sicht längst mehr als überfällig.

Sabine Heinicke, Wolfenbüttel

Nur wenige sind

gegen das Schloss

Ebenfalls zu diesem Thema:

Erstaunlich, dass die BZ immer wieder die verschwindend geringe Anzahl von Schlossgegnern ins Rampenlicht rückt. Warum eigentlich? Schon 2007 veröffentlichte doch die BZ eine repräsentative Emnid-Umfrage, nach der lediglich zwei Prozent der Braunschweiger Schloss-Arkaden und Schloss als schlecht bewerteten. In meiner Wahrnehmung dürfte diese Zahl seitdem noch weiter gesunken sein. Dr. Meier zählt ganz offensichtlich zu den Hardcore-Gegnern, die nicht müde werden, ihre nun schon seit einem Jahrzehnt als falsch entlarvten Schein-Argumente zu bringen. Den Nörgeleien muss entgegengehalten werden: Nur weil es Schloss und Schloss-Arkaden und in diesem Zuge auch das Stadtmarketing gibt, kann Braunschweig die Attraktivität der City so hoch halten, dass sie Anziehungspunkt für die ganze Region ist. Davon profitieren zu allererst die Händler mit zeitgemäßem und besonders gutem Angebot.

Michael Budde, Braunschweig

Nicht im Interesse der Bewohner der Weststadt

Zu „Warum baut man so eine große Straße, die im Nichts endet?“ vom 8. August:

Münchenstraße, Elbestraße und Donaustraße waren von Anfang an als Zubringerstraßen zur Weststadt auf beiden Seiten der Straßenbahn doppelspurig angelegt, was dem Verkehrsaufkommen angemessen ist.

In den letzten Jahren hat sich der Verkehr auf der Elbestraße durch Einkaufs- und Gesundheitszentren, Neubau der Grundschule und der IGS sowie von Sportstätten am Rheinring erheblich verstärkt. Die zur Zeit entstehenden Wohnungsneubauten am Alsterplatz und die geplante Errichtung eines neuen Einkaufszentrums an der Elbestraße (ehemals Gildeturm) werden den Verkehr noch weiter ansteigen lassen.

Insbesondere der Abschnitt der Elbestraße zwischen den Kreuzungen Emsstraße/Lichtenberger Straße und Rheinring/Saalestraße ist schon lange stark belastet, viele Autofahrer überschreiten dort die zulässige Höchstgeschwindigkeit erheblich, Verkehrskontrollen finden kaum statt.

Eine Verlängerung der Elbestraße würde zusätzlichen Durchgangsverkehr aus dem Umland mit sich bringen, was nicht im Interesse der Bewohner der Weststadt sein kann.

Karin Jöhnke und Reinhard Probst, Braunschweig

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