„Es ist eine neue Völkerwanderung“

Flüchtlinge auf dem Weg von Kroatien nach Slowenien im Oktober vergangenen Jahres.

Foto: Antonia Bat/dpa

Flüchtlinge auf dem Weg von Kroatien nach Slowenien im Oktober vergangenen Jahres. Foto: Antonia Bat/dpa

Berlin.  Zur Flüchtlingsdiskussion:

Bei der historischen Völkerwanderung beziehen sich die Geschichtswissenschaftler immer nur auf einen für heutige Verhältnisse kleinen Raum (Franken – Sachsen) und weigern sich deshalb, die sogenannte Migration als das zu benennen was sie ist: eine Völkerwanderung. Inzwischen haben wir Flugzeuge, Eisenbahnen und Omnibusse. So ist es viel einfacher, auch Kontinente zu überbrücken. Die verworrenen Rechtfertigungen der Politiker zeigen nur, dass ein neues Zeitalter angebrochen ist. Es macht keinen Sinn mehr, zwischen politischem Asyl und Armutsflüchtling zu unterscheiden, ob jemand zerbombt wird oder verhungert, ist humanitär gleich.

Nichtsdestotrotz ist es auch unserer mitfühlenden Gesellschaft unmöglich, jährlich eine Million Auswanderer nicht nur zu beherbergen, sondern auch zu integrieren. Integration dauert bei normalen Asylverfahren mindestens drei Jahre! Eine Kappungsgrenze ist daher unausweichlich.

Erstaunlicherweise sind bei der Regelung des Zuzugs vor allem die ehemaligen Ostblockstaaten sehr renitent. Warum werden da nicht Äcker für die landwirtschaftlich geprägten Migranten zur Verfügung gestellt?

Warum müssen wir Parks abholzen, um Migrantenheime zu bauen, wenn es in anderen Staaten Platz genug für den Aufbau einer neuen Wirtschaft gäbe? Die sogenannte Europäische Union scheitert an den Anspruchstellern! Wer kaum Asylanten aufnimmt, sollte auch keine Fördergelder mehr erhalten!

Norbert Niemann, Braunschweig

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