Diebe spähen Opfer mit Facebook aus

Diebe nutzen soziale Netzwerke, um sich über interessante Objekte zu informieren

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Diebe nutzen soziale Netzwerke, um sich über interessante Objekte zu informieren Foto: dpa

Facebook ist für Diebe offenbar eine wahre Goldgrube. Laut einer britischen Studie suchen viele Einbrecher hier gezielt Informationen über interessante Objekte und deren Bewohner. Die Mehrheit der befragten ehemaligen Ganoven gab an, dass sich Kriminelle mithilfe von sozialen Netzwerken über pozenzielle Opfer informierten.

Viele Menschen machen es Dieben leicht

Mit dem Fernglas in Bäumen hockend, in einem dunklen Auto vor dem Haus patroullierend, auf einer Parkbank versteckt hinter einer Zeitung sitzend - so spähten Einbrecher früher die Objekte ihrer Begierde und deren Bewohner aus. Zumindest gilt das für Hollywoodfilme. Glaubt man einer britischen Studie, nutzen Diebe heute verstärkt Facebook, Twitter, Foursquare und Co.

Immer mehr Menschen veröffentlichen hier nicht nur Fotos, Hobbys, Lieblingsfilme und Musikvorlieben, sondern auch Trainings- und Arbeitszeiten sowie Urlaubspläne.

Rainer Raschke, Sprecher der Polizeidirektion Braunschweig, überrascht es deshalb nicht, dass sich Einbrecher diese Daten zu nutze machen. "Das sind ja quasi Einladungen für Kriminelle", so Raschke. "Unsere Mitarbeiter warnen deshalb immer wieder davor, persönliche Daten leichtfertig zu veröffentlichen. Insbesondere sensible Informationen wie Urlaubszeiten, aber auch kürzere Abwesenheiten gehören nicht ins Internet."

Haus im Internet angeschaut

Im Rahmen der britischen Untersuchung wurden 50 frühere Einbrecher befragt. 78 Prozent erklärten, dass soziale Netzwerke genutzt würden, um an Informationen über lohnenswerte Objekte zu gelangen. 74 Prozent gaben an, dass zum Beispiel Google Street View zum Einsatz käme, um sich vorher ein Bild von Häusern und Wohnungen zu machen.

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