NPD plant Museum in Wolfsburg

Der NPD Anwalt Jürgen Rieger beschwert sich am Donnerstag (22.03.2007) im Landgericht in Itzehohe (Kreis Steinburg) über die Anwesenheit von Fotografen im Gerichtssaal. Vor dem Landgericht hat der Berufungsprozess gegen die NPD-Funktionäre Köster und Stawitz begonnen. In dem Verfahren geht es um eine Schlägerei im Herbst 2004 am Rande eines Landesparteitages der rechtsextremen Partei in Schleswig-Holstein.

Foto: Ulrich Perrey/dpa

Der NPD Anwalt Jürgen Rieger beschwert sich am Donnerstag (22.03.2007) im Landgericht in Itzehohe (Kreis Steinburg) über die Anwesenheit von Fotografen im Gerichtssaal. Vor dem Landgericht hat der Berufungsprozess gegen die NPD-Funktionäre Köster und Stawitz begonnen. In dem Verfahren geht es um eine Schlägerei im Herbst 2004 am Rande eines Landesparteitages der rechtsextremen Partei in Schleswig-Holstein. Foto: Ulrich Perrey/dpa

Eine Einladung, die in der rechten Szene kursiert, sorgt für helle Aufregung in Wolfsburg. Am 4. Juli soll ein Museumsverein gegründet werden, der an die Nazi-Organisation „Kraft durch Freude“ (KdF) erinnern will.

Ursprünglich hieß Wolfsburg seit der Werksgründung 1938 durch die Nazis „Stadt des KdF-Wagens“. In der Einladung, in der stilisierte VW-Logos in Hakenkreuze aufgehen, wird zum „KdF-Museum e.V.“ geschrieben, Besuchergruppen sollen sich künftig über die „Aufbauarbeit der deutschen Arbeitsfront des Dritten Reiches, von deren Idee und Kraft heute noch das Volkswagenwerk zeugt“, informieren.

Der Hamburger Anwalt Jürgen Rieger, Vizechef der NPD, bestätigt, seine Partei sei Initiator des Museums. Dieses soll laut seiner Aussage in ein Gebäude an der Heinrich-Nordhoff-Straße in Sichtweite des VW-Werks einziehen. Rieger selbst will am 4. Juli als Redner auftreten.

Maren Brandenburger, Sprecherin des niedersächsischen Verfassungsschutzes, erklärt, noch sei nicht gewiss, ob es sich um eine öffentlichkeitswirksame Provokation oder eine ernstgemeinte Aktion handelt. Die Stadt teilt in einer Pressemitteilung mit: Der Termin ist bekannt. Polizei, Innenministerium und Stadt seien eingeschaltet. Diese Stellen würden sich derzeit in der Sache über ein gemeinsames Vorgehen abstimmen.

Peik von Bestenbostel, Chef der VW-Unternehmenskommunkation, kritisiert: „Geschichte wird für rechtsextreme Ziele missbraucht. Wir distanzieren uns ganz deutlich von diesen Plänen.“

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