Petersch auf dem Weg nach vorn

Oliver Petersch

Foto: regios24/Mottl

Oliver Petersch Foto: regios24/Mottl

Auf gerade einmal 220 Spielminuten seit Saisonbeginn hatte es Oliver Petersch bei Fußball-Zweitligist Eintracht Braunschweig gebracht, als er Sonntag in der Startelf gegen den VfL Bochum auftauchte. Der 22-Jährige nutzte seine Chance, zeigte eine gute Leistung und empfahl sich für weitere Einsätze.

Als linker Mann in der Mittelfeld-Raute gab er von der ersten Minute an Vollgas, präsentierte seine gute Technik und Spurtstärke, fädelte einige schöne Aktionen der Löwen ein. „Schon beim ersten Ballkontakt habe ich gespürt, dass es ein guter Tag für mich werden könnte. Es hat alles zusammengepasst“, sagte der 22-Jährige. „Na ja, noch sind die Beine ein wenig schwer“, sagte Petersch nach dem Montag-Training, „aber das ist ja ein gutes Zeichen.“

Bis an die körperlichen Grenzen

Alles geben, bis der Akku leer ist. Eintracht-Trainer Torsten Lieberknecht vertraut nur Spielern, die immer bis an ihre körperlichen Grenzen gehen, das konsequente Verteidigen genauso ernst nehmen, wie in der Offensive zu glänzen.

„Ich hoffe, das Spiel hat Oliver Selbstvertrauen gebracht“, sagte Lieberknecht nach der Bochum-Partie, „er hat sehr zielstrebig gespielt und seine Schnelligkeit genutzt.“ Warum er sich diesmal für Petersch in der Stadt-Formation entschieden habe? Seine konstant guten Trainingsleistungen hätten für ihn gesprochen – wie übrigens auch im Falle von Jan Washausen, der ebenso eine couragierte, solide Leistung ablieferte.

Endlich richtig angekommen

Neuzugang Petersch scheint endlich richtig bei der Eintracht angekommen zu sein. 90 Minuten beim 0:3 gegen Eintracht Frankfurt, drei Einwechslungen, eine Auswechslung – für den Ex-Oberhausener, der in den zurückliegenden zwei Spielzeiten 57 Spiele in der 2. Liga absolviert hatte, nicht gerade eine berauschende Bilanz.

Hat er den Wechsel zur Eintracht in den zurückliegenden Wochen und Monaten schon einmal bereut? „Nein. Ich habe nie daran gezweifelt, dass ich die richtige Entscheidung getroffen habe“, sagte Petersch. „Ich wusste, dass ich in ein fest gefügtes, gutes und erfolgreiches Team komme, dass es nicht leicht wird, dass ich das Spielsystem erst verinnerlichen muss.“

Schwung aus dem Bochum-Spiel mitnehmen

Die 90 Minuten gegen Bochum, der Sieg, die eigene gute Leistung – Petersch saugte den verregneten, grauen Nachmittag auf. „Diese Fans, diese Atmosphäre, das ist überragend, das ist etwas Besonderes“, sagte der Mann mit der Nummer 18. Steigt bei so einer erwartungsfrohen und erfolgshungrigen Kulisse nicht der Druck auf den einzelnen Spieler? „Das belastet mich nicht“, sagte der 22-Jährige, spricht von positiver Energie, die er mitnehme.

Trotz all der schwer verletzten Spieler die Ruhe bewahren, das Selbstvertrauen behalten und den Schwung aus dem Bochum-Spiel mitnehmen in die Freitag-Partie beim FC Ingolstadt – das ist das Ziel der Blaugelben. Und das persönliche von Petersch ist auch klar: Er will öfter spielen als zuletzt. Vielleicht hat er Sonntag dafür die Weichen gestellt.

Ingolstadt - Eintracht, Freitag 18 Uhr

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