Wintercheck der Verkehrswacht deckte viele Mängel auf
Wolfenbüttel Zum 24. Wintercheck hatte die Verkehrswacht Wolfenbüttel in Kooperation mit 16 Fachbetrieben eingeladen.
Ergebnis: Während die Mängel an den Fahrzeugen zurückgehen, bereiten die Hör- und Sehfähigkeit der Fahrer zunehmend Sorgen. Rund 140 Besucher nutzten am Samstag die Gelegenheit, ihre PKW auf dem Gelände des Tüv kostenlos durchchecken zu lassen. Licht, Bremsen, Unterboden: Das alles und noch viel mehr wurde von Experten geprüft.
Tüv-Leiter Klaus Heine: „Seit der Abwrackprämie vor drei Jahren hat sich das durchschnittliche Fahrzeugalter verjüngt.“ Und dennoch seien Schäden zu beobachten gewesen: „Dem Fahrer eines Wagens mit ausgeschlagenem Spurstandkopf wurde nahegelegt, umgehend eine Werkstatt aufzusuchen.“ Der Mann sei der Anregung nachgekommen.
Poröse Bremsleitungen, Ölverlust, Probleme mit dem Siedepunkt der Bremsflüssigkeit: Diese Mängel stellten die Prüfer an den Fahrzeugen fest. Besorgniserregend waren laut Verkehrswacht-Vorstand Axel Gummert derweil die Ergebnisse des freiwilligen Hörtests. Hörgeräteakustiker Andreas Posimski bestätigte: „Bei 50 Tests fielen 18 Fahrer durch. Sie haben eine mittlere bis hochgradige Schwerhörigkeit. Wir haben ihnen empfohlen, einen Ohrenarzt aufzusuchen.“
Noch schlechter fiel der freiwillige Sehtest aus. Wie Anja Hoffmann berichtete, hätte jeder Zweite den Führerscheinsehtest nicht bestanden und würde eine Brille oder eine schärfere Sehhilfe benötigen. „Dabei setzt der Test nur 70 Prozent Sehkraft voraus“, so die Expertin.
Gummert und Polizeichef Karl-Jürgen Heldt waren sich einig: „Schlechtes Hören oder Sehen kommt nicht über Nacht. Es ist ein sich allmählich verschlechternder Zustand, an den man sich leider gewöhnt.“ Gleichwohl gingen damit im Straßenverkehr Gefahren einher – für einen selbst sowie für andere. Heine ergänzte: „Wer anfängt, schlecht zu hören, dreht meist einfach das Radio lauter. Und damit hat es sich dann.“ Das Rote Kreuz prüfte unterdessen die Verbandskästen. Zudem wurde über die Rettungskarte informiert, die Helfern im Notfall wichtige Informationen liefern kann – beispielsweise um Airbags nicht nachträglich auszulösen.


