Wasserwerk Schladen hat seinen Betrieb aufgenommen
Wolfenbüttel Bis Mitte Dezember bekommen alle Orte der Samtgemeinde Schladen weiches Wasser: Das versprechen die Kommune und der Wolfsburger Versorger LSW.
Am Dienstag nahmen sie in der Feldmark zwischen Schladen und Isingerode das dazu benötigte Wasserwerk Schladen in Betrieb. Es ist in rund einjähriger Bauzeit errichtet worden. In Gebäude, Grundstück und Leitungen investierten die Partner rund zwei Millionen Euro.
Das Wasserwerk verfügt nach Auskunft von Wassermeister Konstantin Ganzauer über zwei 29 Meter tiefe Brunnen. Das geförderte Wasser werde ohne Chemie entkeimt. Hierzu setze man UV-Licht ein. „Zudem müssen wir den pH-Wert anheben, sonst wäre es zu säurehaltig“, ergänzte Ganzauer im Gespräch mit unserer Zeitung. „Die Kohlensäure muss raus.“
Insgesamt 2500 Haushalte sollen vom neuen Werk versorgt werden. Nach Auskunft von LSW-Bereichsleiter Dieter Rode werden zunächst Schladen und Isingerode mit weichem Wasser beliefert. Dies solle ab Ende Oktober erfolgen. Etwas später sei Hornburg an der Reihe.
Die Bürger in Wehre und Beuchte müssten sich dagegen noch etwas gedulden. „Am Hochbehälter in Wehre sind noch Umbauten erforderlich“, berichtete Rode. Spätestens Mitte Dezember sollen beide Orte dann ans neue Netz angeschlossen sein. Ungeachtet dessen werden die Gemeinden Gielde und Werlaburgdorf wie bisher mit weichem Wasser aus den Talsperren der Harzwasserwerke beliefert.
Samtgemeindebürgermeister Andreas Memmert und Sybille Schönbach, Sprecherin der LSW-Geschäftsführung, stießen mit dem ersten Trinkwasser an, das die Brunnen förderten. Beide zeigten sich von der Qualität beeindruckt. Memmert lobte das Unternehmen ausdrücklich dafür, seine damalige Zusage einzuhalten: Laut Rode verteuert sich der Kubikmeterpreis exakt um jene, in einer Bürgerversammlung vor Jahren angekündigten 35 Cent.

