Villa Seeliger der Landesmusikakademie übergeben
Wolfenbüttel Drei Millionen Euro hat die Sanierung der aus dem Jahre 1900 stammenden Villa Seeliger in Wolfenbüttel gekostet.
Als im Oktober 2007 der erste Spatenstich für die Sanierung und die Umnutzung der Villa Seeliger in Wolfenbüttel erfolgte, da hatte die ehemalige Bankiersvilla noch den „morbiden Charme eines Gebäudes, in dem englische Krimis spielen“, erinnerte sich Bürgermeister Thomas Pink.
Dank der Unterstützung zahlreicher Stiftungen, des Landes und der Stadt hat die Stadt nun ein „weiteres Schmuckstück zurückerhalten“, stellte der Bürgermeister bei der feierlichen Übergabe des Gebäudes auf dem Hügel im Seeligerpark an die Landesmusikakademie beziehungsweise den Landesmusikrat fest.
Die vom Architekten Konstantin Uhde für den Bankier Seeliger errichtete Villa gehört seit 1974 der Stadt. Aber erst nach dem Tod der Schwiegertochter des Bankiers im Jahr 2000 konnte die Stadt sich Gedanken über die Nutzung der Villa machen. Unter anderem war sie als Bürgermuseum im Gespräch. Schließlich vergab der Rat der Stadt die Villa an die Landesmusikakademie, die am Rande des Parks 2009 ihren Neubau bezog.
In der Villa befinden sich nun die Verwaltungsräume der Akademie sowie einige Probenräume. Die Stadt hat sich zudem die Mitnutzung der repräsentativen Räume vertraglich zusichern lassen.
Hausherr Franz Riemer war voll des Dankes: „Wir haben ein reisiges Geschenk erhalten.“ Er hoffte, dass der noch nicht erledigte Dachausbau bald erfolgen kann. Bürgermeister Pink hatte ihn zuvor zugesagt.

