Stadt will Ablösebeiträge für Parkplätze drastisch senken
Wolfenbüttel Ablösebeträge für nachzuweisende Parkplätze haben sich als Investionshemmnis erwiesen. Die Stadt will nun die Ablösebeträge drastisch senken.
Die Stadt Wolfenbüttel bemüht sich um die Ansiedlung neuer Geschäfte, auch um Leerstände zu reduzieren. Dabei haben sich Ablösebeträge für nachzuweisende Parkplätze als Investionshemmnis erwiesen. Die Stadt will nun die Ablösebeträge drastisch senken.
Geschäfte in den Randlagen der Stadt, wie zum Beispiel der Real-Markt an der Halchterschen Straße oder der Edeka-Markt am Neuen Weg, können meistens für ausreichend Parkplätze sorgen. In der Innenstadt ist das dagegen oft schwierig und die Geschäftsinhaber müssen für nicht nachgewiesene Einstellplätze Ablösen an die Stadt bezahlen.
Die niedersächsische Bauordnung legt genau fest, wie viele Parkplätze nachgeweisne werden müssen. Bei einer Verkaufsfläche von 500 Quadratmeter sind das zum Beispiel 15, ein Platz je 35 Quadratmeter Verkaufsfläche.. Dieser Regelung gilt bei Geschäftsneubauten, aber auch bei Nutzungsänderungen oder Erweiterungen von Geschäften, so Stadtpressesprecher Olaf Danell. Eine Befreiung von dieser Pflicht ist laut Gesetz nicht möglich.
Bisher mussten je abgelösten Parkplatz in der Zone I (umfasst die Innenstadt, Auguststadt und Juliusstadt) 3800 Euro und in der Zone II (Stadtrand und Ortsteile) 2300 Euro bezahlt werden. Künftig sollen es 1000 Euro in der Zone I und 800 in der Zone II sein.
Bürgermeister Thomas Pink bezeichnet die geplante drastische Absenkung als Beitrag der Stadt zur „Wirtschaftsförderung“.

