Neustart des Lessingtheaters – 160 Veranstaltungen geplant
Wolfenbüttel Im Mai nächsten Jahres soll das Lessingtheater wieder eröffnet werden. Im Kulturrat stellte Leiterin Alexandra Hupp das neue Konzept vor.
„Wir befinden uns in Wolfenbüttel in einem räumlichen Spannungsfeld“, sagte Hupp. Schließlich gebe es mit Wolfsburg und Braunschweig in der Region zwei Oberzentren mit vielfältigen kulturellen Angeboten.
Dem will die Theater-Leiterin mit einem Drei-Säulen-Programm entgegentreten. Neben dem regelmäßigen Programm sollen auch theaterpädagogische Veranstaltungen und Festivals im Lessingtheater stattfinden. Die Entwicklung des Konzepts habe man sich nicht leicht gemacht, so Hupp. „Das Theater soll Bildungsstätte sein, aber auch Unterhaltung bieten. Es soll die bisherigen Zuschauer halten und neue Besucher gewinnen und Klassisches und Zeitgenössisches verbinden“, sagte sie.
Geplant sind rund 160 Veranstaltungen im Jahr. Zum Zeitpunkt der Schließung fanden etwa 90 Veranstaltungen im Lessingtheater statt. Mit einem Entdecker-Abonnement soll besonders das junge Publikum fürs Theater begeistert werden. „Mit diesem Abo wollen wir den Zuschauern Metropolentheater, internationales Tanztheater und namhafte Regisseure bieten“, verriet Hupp. Außerdem werde es Sonderveranstaltungen und Veranstaltungsreihen geben, um neue Besucher zu gewinnen. „Wir haben eine Reihe mit dem Titel ‚Immer wieder freitags‘ geplant, die in den Wintergärten Cocktails und Kultur verbinden soll“, sagte Hupp.
Ein weiterer Schwerpunkt des neuen Konzepts soll die theaterpädagogische Arbeit sein. „Wir wollen bei den jungen Zuschauern die Kreativität wecken, Fähigkeiten fördern und Schlüsselqualifikationen vermitteln“, sagte Hupp. Zu diesem Zweck habe das Theater zwei Theaterpädagoginnen eingestellt. Geplant seien Workshops und Projektwerkstätten.
Festivals und Sonderveranstaltungen sollen das neue Programm des Lessingtheaters abrunden. Geplant seien ein jährliches Familien-Theaterfest und ein internationales Themenfestival, das alle zwei Jahre stattfinden soll, so die Theater-Leiterin.
Der Kulturrat beschäftigte sich auch mit dem Themenjahr 2013. „Wir wollen das Eisenbahnjubiläum 2013 zum Anlass nehmen, das 19. Jahrhundert näher zu betrachten“, sagte Sandra Donner vom Verein Kulturstadt Wolfenbüttel. „Dabei soll es vor allem darum gehen, wie das Jahrhundert hier in Wolfenbüttel Stadt und Gesellschaft verändert hat.“
