Flyer drucken, Plakate kleben, Inhalte festlegen
Wolfenbüttel Noch ist völlig offen, wer das Rennen bei der Landtagswahl am 20. Januar 2013 machen wird. Die Kandidaten beginnen mit dem Wahlkampf
„Ich bin immer im Wahlkampf“, sagt Frank Oesterhelweg (CDU) und lacht. Für ihn sei Wahlkampf eine kontinuierliche Arbeit. Sein Motto: „Ich bin da.“ Unterwegs war er beispielsweise kürzlich auf Nachtschicht, hat unter anderem Firmen, Polizei und ein Altenheim besucht. Oesterhelweg gehört dem Niedersächsischen Landtag seit 2002 an.
„Mit Herz und Verstand“ hat sich Bettina Werner (CDU) als Motto ausgewählt. Seit ihrer Nominierung im Mai sei sie schon auf Veranstaltungen unterwegs, um sich den Menschen vorzustellen.
Marcus Bosse (SPD) sitzt seit 2008 im Niedersächsischen Landtag. „Ich laufe mich gerade warm“, sagt er augenzwinkernd. Die Plakate seien geordert, für die Flyer gebe es eine Druckfreigabe und sein Auto trage jetzt sein Konterfei. „Unser Wahlkampfteam tagt“, sagt Bosse.
Auch Falk Hensel (SPD) hat sein Auto bedrucken lassen. An seinem Fahrzeug steht nun der Slogan „Anpacken. Besser machen“. Hensel zieht mit einem roten Sofa durch die Lande, lädt sich Gäste ein und diskutiert mit ihnen über aktuelle Themen.
„Wir haben uns für Großplakate entschieden“, erzählt Bertold Brücher (Bündnis 90/Die Grünen). Auch bei den Grünen gibt es ein Wahlkampfteam, das unter anderem darüber nachdenkt, wo die besten Plätze für Infostände sind, um die Politik in die einzelnen Gemeinden zu transportieren.
Sven Hagemann (Bündnis 90/Die Grünen) treiben die Inhalte des Wahlprogramms um. Und so macht er sich derzeit Gedanken über inhaltliche Themen, die bei der Landesdelegiertenkonferenz besprochen werden sollen.
Björn Försterling (FDP) fühlt sich schon „mittendrin im Wahlkampf“. Er fühlt sich von Stefan Birkner, der dem Niedersächsischen Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz vorsteht, gut unterstützt. Försterling plant für Januar eine Feuerzangenbowle.
Olaf A. Herde (FDP) sagt, er trage im Moment alles zusammen, was er zum Wahlkampf benötige. Herde: „Ich bin erst spät nominiert worden.“
Victor Perli (Die Linke) hatte gerade Spitzenpolitiker Gregor Gysi zu Gast. „Unser Wahlkampf ist gut durchdacht“, findet Perli. Gesundheitsbedingt sei er im Moment ein wenig eingeschränkt. Daher könne er nicht so oft in der Öffentlichkeit sein, entschuldigt er sich. Berndt Roick (Die Linke) bereitet sich auf Podiumsdiskussionen vor: „Unser Wahlprogramm steht.“
Michael Leukert und Arne Hattendorf (Piratenpartei) sind zwar von ihrer Partei als Direktkandidaten nominiert worden, müssen derzeit aber noch Unterstützungsunterschriften sammeln.
