Kreis will Radverkehr stärker fördern
Wolfenbüttel Im Wolfenbütteler Kreistag wurde über das Radverkehrskonzept 2013 heftig gestritten.
Nach ausführlichen Diskussionen hat der Kreistag mit Mehrheit ein Radverkehrskonzept beschlossen, das nun den Gemeinden zur Stellungnahme übermittelt werden soll. An dem Konzept hatte der Allgemeinde Deutsche Fahrradclub mitgewirkt, da der Landkreis selbst dazu personell nicht in der Lage war.
Das letzte Konzept stammte von 2004 und musste dringend auf den neuesten Stand gebracht werden, erklärte Berichterstatterin Heike Wiegel (SPD) vor dem Kreistag. Das Gremium diskutierte zunächst darüber, ob dieser Tagesordnungspunkt nicht noch abgesetzt werden soll, weil die CDU noch Beratungsbedarf hatte und darauf verwies, dass bis zum Tag der Sitzung noch Veränderungsvorschläge eingebracht werden konnten.
Diese Vorschläge von der CDU lagen kurzfristig vor und wurden vom Kreistag noch diskutiert. Dabei kritisierten CDU-und FDP-Kreistagabgeordnete vor allem, dass im Konzept erwähnt würde, dass sich das Land aus der Finanzierung neuer Radwege an Landesstraßen weitgehend zurückgezogen habe. Die beiden Landtagsabgeordneten Björn Försterling und Frank Oesterhelweg wiesen in diesem Zusammenhang darauf hin, dass sie das Land aufgefordert hätten, sich stärker im Landkreis Wolfenbüttel zu engagieren.
Nach einer Kampfabstimmung blieb diese Passage aber im Konzept, was letztendlich auch zur Ablehnung des Konzeptes durch die CDU- und FDP-Vertreter führte.
Das Konzept weist aber auch auf notwendige Rad-Abstellanlagen an Bahnhöfen hin, auf Bike-and-Ride-Anlagen, auf eine bessere Beschilderung des Radwegenetzes, einen Ausbau der touristischen und Freizeitrouten sowie die Förderung von E-Bikes hin. Das Konzept wird nun in den Gemeinden vorgestellt und diskutiert, ehe der Kreistag erneut darüber berät.
