Kolpingsfamilie Schladen plant einen Sozialladen
Wolfenbüttel Die Kolpingsfamilie will sich stärker für sozial benachteiligte Menschen engagieren. Sie plant, einen Sozialladen in Schladen zu eröffnen.
Das Konzept stellten Vorsitzender Hans-Peter Koch, geistlicher Begleiter Norbert Baumgart und der Öffentlichkeitsbeauftragte Hillrich Arends unserer Zeitung am Mittwoch vor. Demnach sollen in dem Laden – gegen eine Spende – Bekleidung, Schuhe und Kinderspielzeug ausgegeben werden. Als Starttermin peilen die drei Männer den 1. März 2013 an.
Laut Koch hat die Kolpingsfamilie in den vergangenen zwei Jahren mit dem Sammeln gebrauchter Kleider viele positive Erfahrungen gemacht. Darauf wolle die Gemeinschaft nun aufbauen. Parallel dazu könnten Spender hochwertige, aber nicht mehr benötigte Bekleidung auch in dem Laden abgeben.
Eine geeignetes Geschäft wird derzeit noch gesucht. „Wir brauchen etwa 100 Quadratmeter und einen trockenen Keller“, berichtete Koch. Wie Arends und Baumgart ergänzten, soll zudem eine Plauderecke für Gespräche der Kunden untereinander eingerichtet werden. „Vielleicht kommen auch mal Leute, die Probleme im Umgang mit Geld haben. Diese wollen wir dann in angenehmer Atmosphäre an die zuständigen Stellen weitervermitteln“, meint der geistliche Begleiter.
Der Sozialladen soll die Lücke schließen, die das überraschende Ende des Tauschtreffs zum 1. November gerissen hat. Auf Anfrage erklärte Sprecher Thomas Boog: „Der Eigentümer der Immobilie an der Marktstraße hat Eigenbedarf angemeldet und will dort Wohnungen errichten.“ Dass es einmal so kommen könnte, sei abgesprochen gewesen. Da zudem Sponsoren abgesprungen seien, habe sich das Team entschlossen, nicht nach neuen Räumen zu suchen, sondern aufzuhören. Boog: „Wir sind froh, dass Kolping übernimmt.“ Ein Teil der vorhandenen Tauschtreff-Bekleidung sei bereits weitergegeben worden.
Um alles bewerkstelligen zu können, benötigt die ökumenische Gemeinschaft nach Ansicht von Koch „etwa 20 bis 25 Ehrenamtliche, die den Betrieb aufrechterhalten“. Interessenten könnten sich gerne bei ihm melden. Der Laden soll voraussichtlich dreimal in der Woche für alle Einwohner der Samtgemeinde Schladen öffnen. Träger wird laut Arends das Kolping-Bildungs- und Sozialwerk in Hildesheim, das bereits zwei soziale Kaufhäuser in Sarstedt und Celle betreibt.
Kontakt: Hans-Peter Koch, (0 53 35) 55 33, Mail: koch.schladen@t-online.de


