Kirchenleuchten nahmen Endzeit aufs Korn
Wolfenbüttel Endzeitstimmung war das Thema, als die Kirchenleuchten in St. Thomas auftraten. Die Kabarett-Gruppe begeisterte.
„Der Letzte macht das Licht aus“ hieß das Programm, mit dem die Kirchenleuchten zu Gast waren. Laut Maya-Kalender soll am 21. Dezember 2012 die Welt untergehen. Wegen des nahenden Weltuntergangs berieten die Kirchenleuchten über den Endzeitausverkauf und kamen schnell zum Entschluss: „Wir verscherbeln die ganze Kirche bei eBay.“
Stärken und Schwächen der Kirche wurden beraten, ein guter Verkaufspreis sollte erzielt werden. Anfangs überwogen in der Bilanz die Schwächen, später wurden gewinnbringende Stärken gefunden. Dazu zählten das Personal, die Sparguthaben, die Kirchensteuer, die Stellenstreichungstechnik und die Gebeine im Braunschweiger Dom. Ebenso das Kirchenvolk und die Toten.
Alles sollte direkt an den Kunden verkauft werden. Rabattmarken und Kundenkarten waren vorgesehen. Plötzlich kam der Befehl von oben „Alles stoppen, der Chef hat die Kirche soeben an Google verkauft.“
Die Endzeitfeuerwehr bereitete sich auf ihren Einsatz vor und löschte vor allen Dingen ihren Durst. Die Landeskirche übernahm das Atommülllager im Asseschacht und wurde selbst „gezwischenlagert“. Sie feierte eine „Restzeit-Salzsohle-Sause“ und erwachte einige Jahre später als Salz der Erde.
Plötzlich war Schluss. Jemand war gegen den Notknopf gekommen und hatte einen Generalablass ausgelöst.
Es folgte riesiger Applaus für die Kirchenleuchten, die mit einem gelungenen und witzigen Programm überzeugt hatten. Es war ihr dritter Auftritt in St. Thomas und viele Besucher würden sie gerne ein viertes Mal wieder sehen.

