Gute Kontakte helfen, Fachkräftemangel zu vermeiden
Wolfenbüttel Für Arbeitgeber wird es schwieriger, Fachkräfte zu bekommen. Einige Wolfenbütteler Firmen unternehmen viel, um den richtigen Nachwuchs zu bekommen.
Vor allem die Metall- und die Elektrobranche seien betroffen, sagt Stefan Freydank, Sprecher der Agentur für Arbeit. Viele Firmen würden verstärkt Auszubildende beschäftigen, um in den nächsten Jahren gute Nachwuchskräfte zu haben.
In großen mittelständischen Unternehmen wie MKN und Welger hat man sich auf die Entwicklung vorbereitet. „Man merkt die demografische Entwicklung, aber wir werden nicht überrascht, weil wir uns seit Jahren vorbereitet haben“, sagt Georg Weber, bei MKN.
Der Großküchenhersteller generiere habe ein eigenes Konzept entwickelt. Vor allem in den Berufen Industriekaufmann und Konstruktionsmechaniker bilde er rund 40 Menschen aus. Zehn bis zwölf Auszubildende stelle das Unternehmen jedes Jahr neu ein.
„Eigentlich ist es kein Problem für uns, die Richtigen zu finden“, betont Weber. Es gebe jedes Jahr rund 100 Bewerbungen. Dafür tue das Unternehmen aber auch eine Menge. Die Firma habe eine eigene Struktur für die Ausbildung geschaffen. Außerdem hätten die Azubis gute Chancen übernommen zu werden. All das spreche sich herum.
Auch im akademischen Bereich engagiere sich MKN. Wir beschäftigen rund 35 Ingenieure“, sagt Weber. Um guten Nachwuchs zu bekommen, arbeite die Firma mit Universitäten zusammen und biete beispielsweise, Diplom- und Semesterarbeiten an. „Man muss Kontakte aufbauen, während die jungen Menschen noch im Studium sind. Dann funktioniert das“, sagt Weber.
Auch bei Wolfenbüttels Landmaschinenhersteller Welger geht man in die Offensive, um weiterhin gut qualifizierte Fachkräfte zu bekommen. „Wir bilden selbst aus und beugen dadurch Engpässen vor“, betont Personalleiter Karl-Otto Müller. 28 Auszubildende beschäftige das Unternehmen derzeit. Bei Welger gingen immer noch viele Initiativbewerbungen ein. Man müsse sich aber auch nach außen präsentieren und auf Messen gehen, um sich darzustellen. Die Produkt-Shows würden auch von Interessenten genutzt, um sich nach Arbeitsplätzen umzusehen.
Gemeinsam mit Hochschulen und Welfen-Akademie biete Welger ein duales Studium an sowie die Möglichkeit, Praktika in Zusammenarbeit mit Bachelor-Arbeiten zu absolvieren.

