Gregor Gysi besichtigte Asse II
Wolfenbüttel Gregor Gysi, Fraktionsvorsitzender der Linken im Bundestag, stattete am Donnerstag dem maroden Atommülllager Asse II einen Besuch ab.
Wir müssen den Atommüll aus der Asse so schnell wie möglich bergen. Dazu brauchen wir ein Lex Asse“. So lauteten die Kernbotschaften von Gregor Gysi, Fraktionsvorsitzender der Linken im Bundestag, nach seinem Besuch am Donnerstag im maroden Atommülllager Asse II. Begleitet wurde Gysi vom Linken-Landesvorsitzenden Manfred Sohn, der davor warnte: „Auf lange Sicht ist es eine Brunnenvergiftung, wenn wir das Zeug unten lassen.“
Auch der Wolfenbütteler Landtagsabgeordnete Victor Perli gehörte zu Gysis Begleitgruppe. Er monierte: „Die Störmanöver nehmen zu. Die Bedenkenträger in der Asse-II-Begleitgruppe machen nie Verbesserungsvorschläge.“
Und er wies auf die nur zum Teil vom Bundesumweltministerium genehmigten zusätzlichen Stellen für die Asse hin: „Die Rückholung darf nicht an Geld und Personal scheitern“, war sich Perli mit Gysi einig.
Aus seiner Fraktion hatte Gysi noch die Atomexpertin Dorothee Menzner mitgebracht. Sie wies beim Gespräch über den Entwurf zum Asse-Gesetz auf die starken Bedenkenträger im Bundesumweltministerium hin. Die Parteien in Berlin seien sich ansonsten recht einig, dass der Atommüll geborgen werden müsse. Menzner plädierte zudem für eine Aufarbeitung des Atom-Desasters und forderte eine generelle Debatte darüber, ob eine geologische Entlagerung die beste Lösung für ein Atommüllendlager sei.
