Feierstunde zum Gedenken an die Opfer der Kriege
Wolfenbüttel Ein Verbot der NPD forderte Wolfenbüttels Bürgermeister Thomas Pink. Er sprach während der Stunde zur Besinnung anlässlich des Volkstrauertages.
„Wir müssen klare Zeichen setzen. Solange dies nicht geschieht, zeigt der Staat Schwäche, und das darf nicht einreißen.“
Mehr als 100 Gäste waren in die Feierhalle der Schule am Teichgarten gekommen, darunter viele Vertreter von Politik, Vereinen und Verbänden.
Auch heute noch seien die Menschen weit vom Frieden entfernt, sagte Pink mit Blick auf den Konflikt im Nahen Osten.
„Wir leben im Frieden, dennoch befinden sich Deutsche im Krieg. In Afghanistan ist die Bundeswehr in Kampfhandlungen verstrickt.“ Mehr als 50 deutsche Soldaten seien dort gestorben.
Gemeinsam mit Schulleiter Bernhard Schrodi hatten sich Zehntklässler der Leibniz-Realschule mit den Themen Krieg und Frieden auseinandergesetzt. Elias Volkmer, Nils Willke, Alina Fricke, Kira Klinge und Sarina Wolters trugen Texte von Augenzeugen des ersten und des zweiten Weltkriegs vor, erinnerten an die Massenmorde in den Konzentrationslagern und lasen Auszüge aus den Erinnerungen von Mitgliedern der Widerstandsgruppe Weiße Rose.
Axel Gummert, Vorsitzender des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge, hatte die Stunde der Besinnung mit dem Gedicht „Die Friedenstaube“ eröffnet. Später erinnerte er an die Leistung des Volksbundes bei der Identifizierung toter Soldaten. Die Arbeit sei nur möglich durch die finanzielle Unterstützung der Bevölkerung.
Der Männergesangverein Linden sorgte für den musikalischen Rahmen der Feierstunde.
Im Anschluss an das Totengedenken legten Vertreter der Politik, der Vereine und Verbände am Ehrenmal auf dem Hauptfriedhof Kränze nieder. Den Abschluss bildete eine Andacht, die der Arbeitskreis Frieden konkret der Kirchengemeinde St. Thomas gestaltete.

