DRK setzt Helferin der Schladener Tafel vor die Tür
Wolfenbüttel Das DRK hat die Zusammenarbeit mit Rita Hottendorf, einer zentralen ehrenamtlichen Helferin der Schladener Tafel, mit sofortiger Wirkung beendet.
Das teilte der Kreisverband am Freitag in einer Presseerklärung mit. Gründe für den radikalen Schritt nannte das Papier allerdings nicht. Vorstand Andreas Ring war zudem telefonisch nicht zu erreichen. Tafel- Koordinator Horst Rimke erklärte auf Anfrage unserer Zeitung: „Sie hat sich nicht so an die Richtlinien gehalten.“ Konkreter werden mochte auch er nicht.
Gesprächiger zeigte sich Rita Hottendorf. Sie erhob ihrerseits Vorwürfe gegen das DRK. So sei die Schladener Tafel, eine Außenstelle der Einrichtung in Wolfenbüttel, wiederholt nicht mit Ware beliefert worden: „Wir hatten fast nichts mehr, was wir den Menschen geben konnten.“ Rimke entgegnete darauf: „Das stimmt so nicht, das weise ich zurück.“
Zuletzt will Rita Hottendorf erfahren haben, dass das DRK für die Schladener gar nicht mehr Lebensmittelspenden bei den Geschäften abhole. Dies habe sie daraufhin versucht, selbst zu organisieren. „Mir wurde nun vorgeworfen, dass ich Lebensmittel von meinem eigenen Geld dazugekauft hätte. Das stimmt.“ Auch einen Verstoß gegen das Lebensmittelgesetz räumte sie ein. So habe sie bei einem Transport die vorgeschriebene Kühlkette nicht zu 100 Prozent eingehalten.
Unterdessen weist das DRK darauf hin, dass Rita Hottendorf nie eine Leitungsfunktion in der Tafel innehatte. Sie selbst hatte sich wiederholt als Koordinatorin für Schladen und Hornburg bezeichnet.
Fortan sei für alle Fragen rund um die Tafeln in Wolfenbüttel und Schladen ausschließlich der Koordinator Horst Rimke zuständig ((0 53 31) 94 86 55) sowie die Samtgemeinde, (0 53 35) 80 10.
An den Öffnungszeiten soll sich laut Rimke vorerst nichts ändern. Die Tafel könne mittwochs und freitags von 12 bis 14 Uhr besucht werden.
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