Bürger wollen bei der Stadt- Entwicklung mitreden
Wolfenbüttel Zu einem zweitägigen Workshop haben sich am Wochenende 50 Wolfenbütteler in der Lindenhalle getroffen. Sie diskutierten über die Stadt-Entwicklung.
Die Einwohner wollen die weitere Planung nicht nur Politik und Verwaltung überlassen – sondern mitreden. In vier Arbeitsgruppen analysierten sie zunächst die Stärken und Schwächen der Kommune. Auf dieser Basis wollen sie künftig Ideen entwickeln, um Wolfenbüttel voranzubringen. „Die Bürger sollen ihre Stadt mitgestalten. Das ist ein Angebot und ein Versuch“, sagte Bürgermeister Thomas Pink im Gespräch mit unserer Zeitung über das neue Beteiligungsmodell. Laut Koordinatorin Kira Breuhammer sind weitere Tagungen und Foren geplant, ehe Anfang 2014 das fertige neue Leitbild stehen soll.
Bei der Präsentation der Ist-Analyse wurde schnell deutlich, dass die Bürger, die sich für die Arbeitsgruppen gemeldet haben, ihre Stadt lieben. Sie rühmten Tradition, Kultur und die historische Innenstadt, die allerdings auch ein schwieriges Erbe sei: So sah Arbeitsgruppensprecher Thomas Löffler Hauseigentümer in der Pflicht, für ein ansprechendes Äußeres und bezahlbare Mieten zu sorgen.
Schnell wurde deutlich, dass es dabei nicht nur um die Geschäfte, sondern auch um Wohnraum ging – insbesondere für Studenten. Mehrere Redner forderten, die jungen Leute von der Ostfalia stärker mit der Stadt zu verzahnen. Wolfenbüttel müsse für diese Altersgruppe attraktiver werden. Hierzu sei es wichtig, die Gastronomie-Szene zu beleben, junge Kultur-Treffpunkte einzurichten und eben günstige Wohnungen anzubieten.
Weiterer Kernpunkt war das Thema Innenstadt-Entwicklung. Mit Applaus bedacht wurde die Ansicht, besser kein neues Kaufhaus in Wolfenbüttel anzusiedeln. Ein Redner forderte, stattdessen lieber kleinteilige Geschäfte zu fördern.

