Beinahe-Unfall auf der B79 schockte Studentin
Wolfenbüttel Einem schweren Unfall auf der B 79 entging die Groß Denkterin Nadine Longin nur um Haaresbreite. Sie sagt: „Ein Wunder, dass es nicht geknallt hat.“
Nadine Longin war um kurz vor 7 Uhr von ihrem Zuhause losgefahren. Sie war auf dem Weg zur Hochschule Harz in Halberstadt, wo sie studiert. Zwischen Denkte und Wittmar kam ihr auf der Straße ein KVG-Bus der Linie 710 entgegen. Dem Bus folgte eine lange Schlange Autos.
„Plötzlich scherte ein Auto aus der Schlange aus und setzte zum Überholen an. Das Auto kam frontal auf mich zu. Ich stieg in die Eisen, bremste und wich auf den Grünstreifen aus“, erzählt die 24-Jährige.
„Auch der Busfahrer bremste so sehr, dass die Passagiere von ihren Sitzen flogen. Außerdem wich auch der Bus ein wenig nach rechts aus“, erzählt Sascha Gregusch, Nadine Longins Freund. Das habe er später bei einem Telefonat mit der KVG herausgefunden. Durch die Ausweichmanöver habe das überholende Fahrzeug zwischen dem Bus und Nadine Longins Auto noch Platz gehabt.
„Ein solcher Überholvorgang stellt eine Straßenverkehrsgefährdung und somit eine Straftat dar und sollte jederzeit zur Anzeige gebracht werden“, sagt Lars Skiebe, Dienstschichtleiter beim Polizeikommissariat Wolfenbüttel. Das haben Nadine Longin und Sascha Gregusch auch umgehend gemacht.
„Leider wissen wir nur, dass es sich um einen dunklen Renault Megane gehandelt haben soll“, sagt Gregusch. Diese Information habe er vom Busfahrer. Das Auto soll ein Halberstädter Kennzeichen gehabt haben, wahrscheinlich „HBS“.
Dass Nadine Longin eine Vollbremsung gemacht habe, sei richtig gewesen, kommentierte Skiebe. Runter vom Gas sei das erste, was man in einer solchen Situation machen müsse. Brandgefährlich hingegen sei es, nach rechts auszuweichen. Dabei könne das Auto ins Schleudern geraten und schlimmstenfalls gegen einen Baum prallen.
Nadine Longin war nach dem Beinahe-Unfall so geschockt, dass sie in einer Haltebucht vor Wittmar erst einmal anhielt und ihren Freund anrief. Er riet ihr, nach Hause zu kommen und sich bei der Polizei zu melden. „Als ich an der Beinahe-Unfallstelle vorbeikam, sah ich von all den Autos keines mehr. Die beiden Studenten hoffen nun, dass sich ein Zeuge an das Kennzeichen des Autos erinnert.

