Bei der Schülerbeförderung explodieren die Kosten
Wolfenbüttel Auf Einladung des Wolfenbütteler Kreiselternrates diskutierten Kreispolitiker mit Eltern über die Schülerbeförderung.
Auf Einladung des Wolfenbütteler Kreiselternrates diskutierten Kreispolitiker in der Aula des Schulzentrums Ravensberger Straße mit Eltern über die Schülerbeförderung im Landkreis.
SPD und Grüne haben im Kreistag einen Antrag eingebracht, der auch von der CDU unterstützt wird, dass künftig auch die Sekundarstufenschüler II kostenlose Bustickets erhalten sollen. Ehe das umgesetzt werden kann, müsse geschaut werden, wo die Kosten von einer Million Euro eingespart werden können. Ansatzmöglichkeiten sah der Landrat in Verhandlungen mit dem Zweckverband Großraum Braunschweig, der für die Planung des Öffentlichen Personennahverkehrs in der Region zuständig ist.
Es gehöre zur Bildungsgerechtigkeit, Sek.II-Schülern auch kostenlose Bustickets zur Verfügung zu stellen, meinte Falk Hensel (SPD). Frank Oesterhelweg (CDU) brachte gleich die Schulentwicklungsplanung ins Gespräch, die Informationen über Schülerströme enthalten müsse, damit die Busunternehmen besser ihre Routen planen können. Bertold Brücher (Grüne) regte einen Workshop an zu der Frage, welchen Öffentlichen Personennahverkehr wir in Zukunft im Landkreis haben wollen. Andre Owczarek (Linke) wies darauf hin, dass seine Partei in den Landtag einen Antrag zur kostenlosen Beförderung von Sek.II-Schülern eingebracht habe.
In einer ersten Plenumsrunde berichteten Eltern von zu vollen Bussen sowie unzureichenden Verbindungen zu den Schulen. Die anwesenden Vertreter der Busunternehmen wünschten sich mehr Zuschüsse vom Land und gestaffelte Anfangs- und Endzeiten der Schulen, um ihre Busse besser und kostengünstiger einsetzen zu können.
Landrat Röhmann räumte ein, dass zwar die Kosten für die Schülerbeförderung in den vergangenen Jahren explodiert seien, aber es keine Qualitätsverbesserung gegeben habe. Er sei jedoch bereit, mit den Verantwortlichen für den Schülertransport nach Lösungen zu suchen, die den Transport verbessern und gleichzeitig die Kosteneinsparungen bringen, die zur Finanzierung der kostenlosen Sek-II-Bustickets erforderlich seien. Allerdings seien die Entscheidungsträger nicht so leicht an einen Tisch zu bringen.



