Baumpatenschaften für Privatpersonen gibt es noch nicht
Wolfenbüttel Baumpatenschaften bringen Gemeinden Geld und Bürgern eine bleibende Erinnerung. In Wolfenbüttel konnten bisher allerdings nur Firmen Bäume kaufen.
Privatpersonen können in Wolfenbüttel noch keine Patenschaften übernehmen. Lediglich Firmen durften bisher in einer einmaligen Aktion an der Kanzleistraße Bäume kaufen und sie mit Plaketten versehen. „Prinzipiell könnte ich mir solche Patenschaften aber auch für unsere Bürger vorstellen“, sagt Manfred Dix von den Städtischen Betrieben. „Wenn Leute sich einbringen wollen, ist das super.“ Auch die Abteilung Natur- und Landschaftsschutz des Landkreises ist den Baumpatenschaften nicht abgeneigt. „Die Idee hat eindeutig Charme, ist derzeit allerdings nicht aktuell. Aber was nicht ist, kann ja noch werden“, teilt eine Sprecherin mit.
In Uehrde in der Samtgemeinde Schöppenstedt wird für jedes neugeborene Kind ein Baum gepflanzt. Geld verdienen will die Gemeinde mit der Aktion nicht. „Für uns ist das ein Geschenk der Gemeinde zur Geburt“, sagt Bürgermeisterin Ellen Rautmann. „Es ist schön, wenn man dann später hört, welcher Baum zu welchem Kind gehört.“ Die Eltern dürfen sich einen Baum aussuchen und ihn dann entweder auf einem Privatgrundstück setzen oder von der Gemeinde einpflanzen lassen.
Maic Biehl von der Bauverwaltung der Samtgemeinde Oderwald könnte sich Baumpatenschaften aus rein praktischen Erwägungen gut vorstellen. „Die Gemeindearbeiter kommen mit der Pflege der Grünflächen oft nicht hinterher“, sagt er. „Wenn Bürger sich engagieren würden, würden wir das begrüßen.“
So wie in der Samtgemeinde Asse. Dort können Bürger zwar auch keine Baumpatenschaften übernehmen, aber unentgeltlich Grünflächen pachten. „Diese Flächen können die Bürger dann nach eigenen Vorstellungen gestalten“, sagt Samtgemeindebürgermeisterin Regina Bollmeyer. „Für uns ist damit der Pflegeaufwand geringer.“

