Asse-Kritiker zweifeln Strahlungsmessungen am Atommülllager an
Der Asse-Koordinationskreis und der Verein Aufpassen kritisieren das Bundesamt für Strahlenschutz (BFS) und stellen deren Messmethoden in Frage.
„Wir halten die Aussage des BFS, dass von der Asse derzeit keine Gefahr ausgehe, für voreilig“, schreibt Ursula Kleber, Vorstandsmitglied von Aufpassen. Der Verein fordere eine detaillierte Untersuchung möglicher Zusammenhänge zwischen dem Atommülllager und den in der Samtgemeinde Asse aufgetretenen Krebserkrankungen. Das Messprogramm des BFS müsse überprüft und gegebenenfalls revidiert werden.
Andreas Riekeberg vom Asse-Koordinationskreis sorgt sich, ob alle aus der Asse austretenden Stoffe gemessen und die Ergebnisse richtig eingeschätzt würden.
Das Bundesamt weist die Kritik an den Messungen von sich. Gemessen werde das Vorhandensein einer Vielzahl verschiedener radioaktiver Stoffe und Strahlen. Das Bundesamt könne gewährleisten, dass die austretenden Stoffe keine Gesundheitsgefährdung darstellen, schreibt Pressesprecher Werner Nording. „Es werden alle Standards des Strahlenschutzes eingehalten und übertroffen. Die Bewertung berücksichtigt den gegenwärtigen Stand des Wissens.“
