Am Bahnhof darf weiterhin Alkohol getrunken werden
Wolfenbüttel Auf dem Wolfenbütteler Bahnhof wird man weiterhin Alkohol trinken dürfen. Forderungen nach einem Verbot erteilte die Bahn eine Absage.
Ein Alkoholverbot sei nicht geplant, sagt Bahnsprecher Egbert Meyer-Lovis auf Nachfrage. Zuvor hatten sich gleiche mehrere Organisationen dafür stark gemacht, bundesweit den Alkoholkonsum auf Bahnhöfen und im gesamten öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) zu untersagen. Die Gewerkschaft der Polizei und der Deutsche Städte- und Gemeindebund sprachen sich für den Stopp aus. Alkohol sei ein Gewaltbeschleuniger.
In Nürnberg zog die Bahn die Notbremse, berichtet Meyer-Lovis. Nachdem 500 Jugendliche dort auf dem Bahnhof gefeiert hätten, habe man dort verboten, an Wochenenden Alkohol zu trinken.
Bundesweit nachzuziehen sei aber nicht vorgesehen. „Ein generelles Verbot ist sicherlich unverhältnismäßig“, meint der Bahnsprecher.
Und in Wolfenbüttel sei das auch nicht nötig, betont die Polizei. Sicherlich senke Alkohol die Hemmschwelle“, sagt Sprecher Frank Oppermann. Im Kreis Wolfenbüttel habe man am Bahnhof sowie in Bussen und Bahnen aber keine Probleme mit randalierenden Betrunkenen. Und vor dem Forum gelte ohnehin ein Alkoholverbot.
Auch KVG-Betriebsleiter Alfred Küne stellt den Fahrgästen im Kreisgebiet ein gutes Zeugnis aus: „Es gibt keine Rückmeldungen vom Personal bezüglich Problemen mit Betrunkenen. Daher gehe ich davon aus, dass es auch keine Schwierigkeiten gibt.“ Das gelte allerdings nicht für das gesamte KVG- Gebiet.
Extra verbieten müsse man den Alkoholkonsum in Bussen seiner Ansicht nach ohnehin nicht. „Bei uns sind Speisen und Getränke in den Fahrzeugen sowieso untersagt. Das betrifft dann natürlich auch den Alkohol.“

