Alexander Bode schützte das Opfer einer Schlägerei
Schöppenstedt Alexander Bode zögerte nicht lange. Als er in den Braunschweiger Bahnhof kam, und sah, wie drei Männer einen vierten bedrängten, griff er ein.
Für seinen Mut und seine Entschlossenheit erhielt der Schöppenstedter nun die dritthöchste Auszeichnung der Bundeswehr, das Ehrenkreuz in Silber.
„Ich kam durch den Südeingang rein und war auf dem Weg Richtung Vorhalle, da sah ich eine Gruppe junger Männer. Ich dachte zuerst die albern rum, aber dann haben drei von ihnen einen vierten geschupst und ins Gesicht geschlagen“, berichtet der 24-jährige Leutnant.
Gleich nach dem ersten Schlag sei er losgelaufen und habe sich zwischen Täter und Opfer gestellt, erzählt Alexander Bode. Das Opfer sei in die Hocke gegangen. „Ich habe laut gerufen, dass sie aufhören sollen“, sagt der junge Schöppenstedter. Sein konsequentes Eingreifen zeigte offenbar Erfolg. Zwei der Täter seien sofort geflohen, und auch der Dritte habe sich kurz darauf davongemacht.
„Mir ist nur durch den Kopf gegangen: Hoffentlich haben die kein Messer.“ Trotzdem überwog der Mut. „Ich habe mir gedacht: So etwas wie die Angriffe auf Menschen in den Bahnhöfen in Berlin und München findet bei mir nicht statt.“
Sportlich sei er und trainiert. An der Bundeswehrhochschule in Hamburg gehöre er zum Football-Team. Er spiele in der Offense-Line. Selbstverständlich sei sein Einsatz für ihn gewesen, sagt Bode: „Wenn ich als großer kräftiger Soldat nicht eingreife, wer dann?“
