Aha-Effekte in einer lebendigen Innenstadt
Von Stephanie Memmert
WOLFENBÜTTEL. Aha-Effekte zu schaffen – das hat sich Citymanagerin Nina Heptner vorgenommen. Zum Beispiel in Wolfenbütteler Schaufenstern: So könnte in einem Textilgeschäft neben den Schaufensterpuppen eine Waschmaschine stehen. Motto: „Die Jeans gibt’s hier, die Waschmaschine im Geschäft einen Straßenzug weiter“, sagt Nina Heptner und signalisiert, dass bei den Käufern der Funke überspringen müsse.
Für solche Ideen versucht Nina Heptner die Wolfenbütteler Einzelhändler zu begeistern. Ihr sei es besonders wichtig, das Gemeinschaftsgefühl in der Stadt zu stärken. Ihre Ideen hat sie nach dem jüngsten Citystammtisch allen Einzelhändlern zugeschickt und schon viel Resonanz erhalten.
Eng wolle sie auch mit der IWW zusammenarbeiten. Diese Abkürzung stand bis vor kurzem für „Image Werbegemeinschaft Wolfenbüttel“ und bedeutet nun „Initiative Wirtschaft Wolfenbüttel“. Vorsitzender der neuen IWW ist Jörg Trautmann, seine Stellvertretung hat Harald Borm übernommen. Nina Heptner: „Wir planen, uns neu aufzustellen und zu vernetzen.“
Aus der Taufe hebt sie in wenigen Tagen den „Einzelhandels-Adventskalender“. „Türchen öffnen“ – auch im übertragenden Sinne gemeint – das will die Citymanagerin und das will auch der Wolfenbütteler Einzelhandel. Es handelt sich um einen mobilen Adventskalender.
„Jeden Tag hat sich ein anderes Geschäft tolle Aktionen ausgedacht“, sagt Nina Heptner. Am 22. Dezember sind bei der Braunschweiger Zeitung am Krambuden 9 die Weihnachtsengel mit Überraschungen zu Gast. An welchem Tag sich der mobile Adventskalender wo befindet, zeigt eine vier Meter hohe Flagge an, die vor dem jeweiligen Geschäft steht und am Abend zum nächsten Geschäft weitergetragen werden muss.
Für 2013 hat die Citymanagerin ein regelrechtes Ideen-Feuerwerk. Die Aktion „Krambuden klingt gut“ soll fortgesetzt werden. Schüler sollen in Geschäften der Innenstadt lebendige Schaufenster gestalten. Das könnten Theater- und Kunstarbeitsgemeinschaften übernehmen.
Die Dörfer aus dem Landkreis sollen sich mit Ständen in der ganzen Innenstadt vorstellen. Auf einem roten Teppich könnte der Mode-Frühling präsentiert werden. Nina Heptner will junge Künstler nach Wolfenbüttel holen, mit der Hochschulen für bildende Kunst (HBK) kooperieren.
Und sie träumt von einem Straßenkünstlerfestival. „Das belebt die Stadt bis in den Abend hinein“, sagt sie.



