Agentur will Jugendliche ins Ehrenamt bringen
Wolfenbüttel Die Freiwilligen-Agentur ist in neue Räume in der Wolfenbütteler Innenstadt gezogen. Für die nächsten Jahre hat sie große Pläne.
Zwei Projekte will die Agentur vor allem vorantreiben. Dabei sollen Jugendliche an das Ehrenamt herangeführt werden. Außerdem sollen Jugendliche und Senioren in Projekten zusammenarbeiten, sagt Astrid Hunke-Eggeling, Leiterin der Freiwilligenagentur.
Service Learning im Netzwerk heißt das eine Programm. Finanziert wird es durch Geld des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge. Jugendliche mit ausländischen Wurzeln sollen dabei in die Gesellschaft integriert werden. In einer Verbindung von Theorie und Praxis sollen sie an das Ehrenamt herangeführt werden. „Wir haben dabei bereits gute Erfahrungen gemacht“, sagt Hunke-Eggeling, und verweist auf die Event-Agentur und die Gruppe Break One, die unter Leitung der Freiwilligen-Agentur entstanden sind (wir berichteten). „Wir wollen das ausbauen und dabei auf die Jugendlichen zugehen.“ Falls es nötig sei, werde man Jugendliche auch an Bushaltestellen ansprechen. Es sei wichtig, mit ihnen in Kontakt zu kommen, bevor sie eigene Netzwerke bildeten, und dann nur noch schwer erreichbar seien, sagt die Agenturleiterin.
Self-Service im Ehrenamt nennt sich das zweite Programm der Agentur. Finanziert wird es während der nächsten drei Jahre durch Geld der Aktion Mensch. Dabei sollen junge Menschen mit Migrationshintergrund selbst Ehrenämter entwickeln und für ehrenamtliche Tätigkeiten in den Bereichen Sport, Soziales, Kunst und Kultur zur Verfügung stehen. „Jugendliche sollen begreifen, was Ehrenamt bedeutet, sagt Hunke Eggeling. .Damit das Projekt nachhaltig funktioniere, brauche man für sie aber auch Plätze, an denen sie eingesetzt werden könnten, wenn sie beispielsweise eine Ausbildung zum C-Trainer absolviert hätten.
Generationenübergreifend arbeiten wolle man dabei. Senioren und Jugendliche sollten zusammengebracht werden.
Neue Räume suchen musste sich die Freiwilligen-Agentur, weil nach Sanierungsarbeiten auf dem Kampus der Arbeiterwohlfahrt Am Kamp in Linden kein Platz mehr war, sagte Klaus-Peter Bachmann, Vorsitzender im Vorstand der Agentur. Weil der Awo-Bezirksverband dort mehr Raumbedarf hatte, habe man auch die Begegnungsstätte nicht mehr nutzen können.
In der Folge ist die Freiwilligenagentur künftig an zwei Plätzen in Wolfenbüttel präsent. In der Innenstadt, an der Kleinen Kirchstraße hat sie ihre Büros. . An der Cranachstraße in Linden wird ein Aktionscafé angeboten. Dort sollen sich Gruppen treffen und Veranstaltungen angeboten werden.



