Lokales

Bankchef soll VW-Aktie manipuliert haben

Bei den Ermittlungen wegen des Verdachts der Marktmanipulation im Übernahmekampf zwischen Porsche und VW ist auch der Chef der Frankfurter Maple Bank im Visier der Staatsanwaltschaft. Wolfgang Schuck soll mit weiteren Bankern im Auftrag des Sportwagenbauers den Kurs der VW-Aktie illegal beeinflusst haben.

Dies berichtet die „Süddeutsche Zeitung“. Die Banker sollen verdeckt dafür gesorgt haben, dass der Kurs der VW-Aktie weitgehend stabil blieb, um Schaden von Porsche abzuwenden. Damit hätten sie gegen das Aktiengesetz verstoßen.

Eine Sprecherin der Stuttgarter Staatsanwaltschaft wollte sich zu dem Bericht nicht äußern. Sie sagte jedoch, dass es keinen neuen Ermittlungsstand gebe. Bereits bei Aufnahme der Ermittlungen im August habe die Behörde aber darauf hingewiesen, dass nicht nur gegen zwei Personen ermittelt werde. Im Sommer war bestätigt worden, dass vor allem Ex-Porsche-Chef Wendelin Wiedeking und sein damaliger Finanzvorstand Holger Härter im Visier der Staatsanwaltschaft sind.

Schuck weist den Vorwurf der Kursmanipulation nach Angaben der Zeitung zurück. Ansonsten könne er zu dem laufenden Ermittlungsverfahren keine Stellungnahme abgeben. Die Frankfurter Bank, die vor allem Geschäfte mit Aktien macht, ist der deutsche Ableger der kanadischen Maple Financial Group.

Der frühere Porsche-Chef und sein Finanzvorstand hatten sich bei der geplanten Übernahme von VW massiv verhoben, einen gewaltigen Schuldenberg angehäuft und mussten schließlich Ende Juli ihren Hut nehmen. Porsche soll nun schrittweise in den VW-Konzern integriert werden. Im Zuge der Ermittlungen waren auch die Privatwohnungen der Manager durchsucht worden. Der Stuttgarter Autobauer bestreitet die Vorwürfe. Mit ersten Ermittlungsergebnissen wird frühestens in einem halben Jahr gerechnet. dpa

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Veröffentlicht: 30.09.2009 - 16:34 Uhr
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