Wolfsburger verletzte flüchtig Bekannten mit Kopfnuss schwer
Wolfsburg Dass das Opfer am Ende zwei Monate krankgeschrieben war, ist ein Fakt. Die restlichen Umstände der Tat konnte das Amtsgericht am Montag nicht klären.
Was genau im Mai in einem Internetcafé in der Porschestraße geschah, konnte das Amtsgericht gestern nicht klären. Dort musste sich ein Wolfsburger verantworten, der einen anderen mit einer Kopfnuss so verletzt haben soll, dass das Opfer zwei Monate krank geschrieben war.
Der Angeklagte half dem Café-Besitzer, Klebefolien von der Fensterscheibe zu entfernen. Nach eigenen Angaben kam das Opfer an dem Laden vorbei, der mutmaßliche Täter habe ihn dabei „böse“ angeschaut. Die beiden Männer kannten sich nur vom Sehen, anscheinend habe der Täter aber immer „böse geschaut“, wenn die beiden sich über den Weg liefen. „Ich wollte ihn fragen, was ich ihm getan habe“, so das Opfer. Also ging er in das Geschäft.
Was dann passierte, wurde nicht klar. Der Angeklagte gab an, er habe überhaupt nichts getan. Das Opfer sagte, er wollte den Laden eigentlich schon wieder verlassen, als der Angeklagte ihn von hinten angriff und ihm, als er sich kurz umdrehte, eine Kopfnuss auf die Nase gab. Einem Schlag mit der Faust habe er ausweichen können. Der Ladenbesitzer wiederum erklärte, er habe dem späteren Opfer den Zutritt zu dem Internetcafé verwehrt, der Geschädigte sei nämlich äußerst aggressiv gewesen. Eine Schlägerei oder Blut will der Ladenbesitzer aber nicht gesehen haben – und das, obwohl eine Mitarbeiterin aus dem Geschäft nebenan, das Opfer blutend davonlaufen und den Ladenbesitzer selbst das Blut aufwischen sah.
Da eine wichtige Zeugin fehlte und das Gericht den Ladenbesitzer wegen Sprachproblemen kaum verstand, wird die Verhandlung mit Dolmetscher in der kommenden Woche fortgesetzt.


