Verdacht auf Fliegerbombe in Wolfsburg
Wolfsburg Bombe oder nicht, das ist die Frage. Sie klärt sich am Samstagabend. Bestätigt sich der Verdacht, steht einigen Wolfsburgern die Evakuierung bevor.
Am frühen Samstagabend klärt sich, ob auf dem Gelände des VW-Werks in Wolfsburg eine Bombe liegt oder nur Metallschrott. Ist es ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg, beginnt am Sonntag die Evakuierung.
Los geht es am Samstag um 14.30 Uhr. Dann beginnt der Kampfmittelbeseitigungsdienst eine Messung, die Aufschluss gibt, ob es sich um eine Bombe handelt. Noch ist dies unklar, sicher ist nur, dass ein größerer Metallkörper auf dem VW-Gelände unter der Erde liegt.
Ab 18 Uhr wird im Rathaus eine Hotline unter den Wolfsburger Telefonnummern 28 28 28 und 28 12 34 eingerichtet. Dort stellt die Stadt Informationen über das Messergebnis bereit. Zudem wird per Radiodurchsage informiert.
Falls sich ein Bombenfund bestätigen sollte, wird am Sonntag, 4. November, ab 10 Uhr evakuiert. Dabei helfen laut Stadt rund 250 Personen von Feuerwehr, Hilfsdiensten und Polizei. Betroffen sind Teile der Innenstadt sowie Kästorfs.
Anlaufpunkt für betroffene Bewohner der Innenstadt ist die Turnhalle der Ferdinand-Porsche-Realschule. Anlaufpunkt für betroffene Kästorfer ist die Mehrzweckhalle im Ort.
Der Hauptbahnhof wird bei einem Bombenfund am Sonntag ab 10 Uhr komplett gesperrt. Die Bahn fährt dann nur noch bis zum Bahnhof Fallersleben. Die Strecke bleibt bis 16 Uhr gesperrt. In dieser Zeit verkehrt ein Busshuttle vom Bahnhof Fallersleben zum Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) und weiter in Richtung Oebisfelde. Für Bahnreisende steht ab 10 Uhr das Jobcenter am ZOB als Anlaufpunkt zur Verfügung. Eine Betreuung mit warmen Getränken findet durch das Deutsche Rote Kreuz statt.
Das Phaeno bleibt in jedem Fall komplett geschlossen. Die Autostadt wird ab 9 Uhr öffnen und im Falle eines Bombenfundes ab 11 Uhr „sanft“ schließen. Das bedeutet, dass die Gäste in Ruhe aufessen können, bevor sie das Gelände verlassen müssen. Zudem werden keine neuen Besucher mehr eingelassen.
Die Übernachtungsgäste des Ritz-Carlton können sich im Business-Bereich der Volkswagen Arena aufhalten. Ab 11 Uhr wird bei Bedarf der Mittellandkanal in Rühen gesperrt, in Fallersleben ist ab 11.30 Uhr kein Durchkommen mehr für Schiffe.
Nachdem die Evakuierung beendet ist, beginnt der Kampfmittelräumdienst Hannover ab 14 Uhr mit der Entschärfung. Sobald diese abgeschlossen ist, informiert die Stadt die Bürger in den Unterkünften. Zudem gibt es auch dann eine Radiodurchsage. Mit diesem Zeitpunkt ist dann auch die Evakuierung aufgehoben.



