Traum vom Glaspalast ist geplatzt
Wolfsburg Was bleibt, ist ein prächtiger Hochglanz-Prospekt. Die darin abgebildeten Luxus-Appartements in der Nordstadt werden hingegen vorerst nicht gebaut.
Der Investor des Projektes „Wohnen mit Seeblick am Park“ ist insolvent..Bis zu 640 000 Euro hätten zahlungskräftige Anleger investieren müssen, um sich eine Eigentumswohnung in der Penthouse-Kategorie im Bereich Schulenbergallee/Am Gutshof zu sichern. Doch jetzt ist Heinrich Penner pleite, noch bevor überhaupt ein Stein auf den anderen gesetzt wurde.
Der in Wolfsburg bis dahin nicht in Erscheinung getretene Investor und Entwickler hatte eines der spektakulärsten privaten Bauprojekte angeschoben. Das Vorgehen des Gifhorners war allerdings ungewöhnlich. Besagter Hochglanzprojekt lag in Wolfsburger Geschäften aus. In Politik und Verwaltung gab man sich nach der Exklusivmeldung unserer Zeitung ahnungslos. Rund acht Millionen Euro wollte Penner angeblich in die Hand nehmen. Doch das Bauvorhaben wuchs ihm schnell über den Kopf. Und erfahrene Partner ließen die Finger von Partnerschaften.
Peterei Immobilien aus Braunschweig, die der Geschäftsmann zunächst als Partner gewinnen konnte, zog sich schon vor geraumer Zeit zurück, wie eine Sprecherin bestätigte. Man habe bereits vor der Insolvenz Penners von dem Vorhaben Abschied genommen. Die Verwaltung teilte auf Anfrage unserer Zeitung mit, dass sie den Standort nach wie vor für geeignet hält, dort Wohnbebauung zu ermöglichen.
Man habe „nach wie vor ein Interesse, möglichst viele der definierten Standorte mit den spezifischen Standortbedingungen zu entwickeln. Das angesprochene Wohnprojekt ist aufgrund seiner Lagegunst, seiner baulichen und gestalterischen Optik schon sehr intensiv in der Öffentlichkeit sowie in den politischen Gremien diskutiert worden und in seiner Entwicklung weit gediehen, was zum Beispiel auch durch den Ratsbeschluss über die Änderung des Bebauungsplanes am 12. Oktober dokumentiert wurde“.
Nach Informationen unserer Zeitung gibt es Wolfsburger Investoren, die das gescheiterte Penner-Projekt für grundsätzlich sinnvoll halten und umsetzen wollen. Der gescheiterte Investor war gestern für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.
Angeblich war das Interesse der Wolfsburger sehr groß. Es soll auch schon Reservierungen für 15 der 23 Appartements gegeben haben. Ob dabei Sicherheiten geleistet wurden, ist nicht bekannt.

