So läuft die neue Krippen-Anmeldung
Wolfsburg Die Stadt plant eine Online-Anmeldung für die Krippen. Die Entscheidung, welche Kinder aufgenommen werden, treffen aber weiterhin die Kita-Leiter.
Geplant ist, dass die Eltern bei der Anmeldung über die zentrale Datenbank eine Wunsch-Einrichtung und vier weitere Kindertagesstätten nennen, die für sie ebenfalls in Betracht kämen. Die Bewerbung wird dann zunächst an die Wunsch-Kita weitergeleitet. Ist dort kein Platz frei, wird sie an die anderen von den Eltern angewählten Einrichtungen weitergereicht.
Die Stadtverwaltung nannte nun auch weitere Details: Für eine gerechte Vergabe der Betreuungsplätze für Unter-Dreijährige soll ein Punktesystem sorgen. Die Kita-Leiter stellen dann anhand dieser Rangfolge sowie für die pädagogische Arbeit entscheidender Kriterien wie Alter und Geschlecht der Kinder ihre Krippengruppen zusammen. Sie sind es auch, die den Betreuungsvertrag mit den Müttern und Vätern schließen.
Die Voraussetzungen, anhand derer die Punkte vergeben werden, stehen noch nicht fest. Die Verantwortlichen bei der Stadt, Vertreter der Träger und Elternvertreter werden sie gemeinsam festlegen. Das erste Gespräch über das Punktesystem soll in der kommenden Woche stattfinden. Sicher ist aber bereits jetzt, dass berücksichtigt wird, wenn Eltern alleinerziehend oder beide Elternteile berufstätig sind.
„Für die Eltern von Kindern unter drei Jahren vereinfacht sich die Anmeldung für einen Betreuungsplatz mit der zentralen Anmeldung. Sie müssen dann nicht mehr von Einrichtung zu Einrichtung laufen und sich mehrmals anmelden“, betonen die Verantwortlichen. Die Sorge der Stadtelternvertretung, dass Eltern künftig eine Entscheidung treffen müssten, ohne die Räumlichkeiten oder die Erzieher kennengelernt zu haben, sei unbegründet. Die Verantwortlichen setzten sogar voraus, dass Eltern weiterhin in verschiedene Kitas gehen, um herauszufinden, welche Einrichtungen ihren Vorstellungen entsprechen, heißt es vonseiten der Stadt. „Natürlich und sehr gerne können sie sich alle für ihr Kind infrage kommenden Einrichtungen ansehen und mit den Fachkräften vor Ort sprechen. Hierfür wird empfohlen, einen Termin vor Ort auszumachen, damit die Fachkräfte auch genügend Zeit für ein Gespräch und eine Führung durch die Räumlichkeiten haben.“
Ganz wichtig für die Eltern: Bis das System zu einem noch nicht feststehenden Termin im kommenden Jahr eingeführt wird, läuft alles weiter wie bisher.Das heißt, dass Eltern ihre Kinder zurzeit noch bei den Einrichtungen direkt anmelden können. Die Kitas führen bis zur Umstellung auch noch eigene Wartelisten. „Sobald sich die Anmeldungspraxis ändert, wird seitens der Verwaltung umfangreich informiert werden. Bereits angemeldete Ansprüche auf einen Betreuungsplatz werden durch die Einführung einer zentralen Anmeldung nicht berührt“, teilt die Stadt mit.

