Modernes Beleuchtungskonzept doch erst 2013
Wolfsburg Wolfsburgs Lichterglanz soll künftig Touristen anlocken. Einmaliges soll her und dann über die Adventszeit hinaus leuchten.
Weil das Erstellen eines so ambitionierten Konzepts dauert, wurde jetzt der alte Weihnachtsschmuck wieder flott gemacht. Für ausreichend Ersatzglühbirnen ist gesorgt.
Noch vor einem Jahr hofften die WMG-Verantwortlichen, dass eine neue Lichterpracht schon 2012 in Betrieb genommen werden kann. Wolfsburgs Weihnachtsdeko ist 15 Jahre alt. Ein Großteil des Equipments ist mit Glühbirnen bestückt. Das verschlingt viel Strom. Schon alleine die bloße Umrüstung auf LED-Technik würde einen Riesenaufwand bedeuten.
Wenn es nach der Wolfsburg Marketing GmbH (WMG) geht, soll für Wolfsburg aber nicht nur Neues, sondern Großes her: „Wir wollen ein Beleuchtungskonzept umsetzen, das auch geeignet ist, Touristen herzuholen“, erklärte WMG-Geschäftsführer Joachim Schingale im Gespräch mit unserer Zeitung. Es gehe dabei nicht um „Abgefahrenes“, sondern „ganz Schönes“. Details zu Inhalt, Kosten oder Verhandlungspartnern bleiben vorerst geheim. Offenbar handelt es sich bei einer der drei Firmen, die im Auftrag der WMG seit einem Jahr Pläne schmieden, um die französische Firma „Blanchere Illumination“. Sie gilt als weltweit führend bei der Entwicklung und Produktion von Lichtdekorationen, hat unter anderem für Hamburg, Köln, Wien und Paris Konzepte entwickelt.
Bald sollen fertige Entwürfe bei der Stadt vorgestellt werden. Längst wird offenbar über Investitionssummen diskutiert, die die WMG alleine nicht mehr stemmen kann, sicherlich auch noch den Rat beschäftigen werden. „Bislang sind für uns keine Kosten entstanden“, versichert Schingale. Die Firmen sind zum Teil in Vorleistung gegangen.
Die WMG träumt vom Lichterglanz weit über die Adventszeit hinaus. Denkbar seien flexible Winter-Module, die um weihnachtstypische Elemente ergänzt werden können. Modern soll es sein und zur Stadt passen.
Welche Stromkosten die alte Beleuchtung verursacht, bleibt unklar. „Uns wurde signalisiert, dass neue Technik bis zu 90 Prozent Einsparpotenzial bedeuten würde“, so Schingale. Bislang wird überwiegend mit dem Auslauflaufmodell Glühlampe gearbeitet. Elektro Germey, wieder mit Montage und Wartung beauftragt, ist darauf eingestellt. „Pro Jahr gehen bis zu 5000 Glühbirnen kaputt. Wir haben rechtzeitig genug Ersatz geordert“, so Geschäftsführer Rolf Berheide.
Seit mehr als drei Wochen laufen bei dem Wolfsburger Unternehmen dort die Vorbereitungen für die Montage. Sieben Kilometer Lichterketten mussten gewartet werden. Vier Männer haben mit dem Anbringen begonnen. Bis zum Beginn des Weihnachtsmarktes am 26. November soll alles fertig sein.
