Matthias Reuter – „Yes, we Kännchen“
Wolfsburg Spontan, humorig und feinsinnig präsentierte Kabarettist Matthias Reuter sein Programm „Ein Huhn mit Schnee füllen“ im Galerie-Theater.
Es war Musikkabarett der feinsten Sorte, das Reuter bot. Damit die Wolfsburger bestens auf sein Programm eingestimmt wurden, unternahm er zunächst „Eingroovungsversuche“. Er setzte sich ans Klavier und spielte munter darauf los. Doch das Publikum musste gar nicht eingegroovt werden, sondern fand auch so schnell Gefallen an dem, was Reuter bot.
„Das ist jetzt ein Mutmach-Stück zur Lage der Nation“, kündigte er einen Beitrag an. Es sei die Vertonung des Grundmottos der jetzigen Bundesregierung. Sogleich stimmte er die erste Strophe an „Die Sicht des Wählers“. In Strophe zwei folgte „Die Sicht der Kanzlerin“. Themen wie Atomstrom und Energiewende wurden in weiteren Strophen aufgenommen. Immer wieder unterbrach Reuter sein Spiel, um spontane Gedanken einzuwerfen.
Als Oberhausener präsentierte er den Besuchern auch den „Oberhausener Country Song“. Und damit das Publikum nicht nur zuhörte, sondern auch etwas zu tun hatte, sollte es mitsingen. „Wir wohnen in der Zone“, stimmten die Besucher gemeinsam an. „Sie sind alle Ehren-Oberhausener heute“, lobte Reuter den Einsatz.
Doch der Kabarettist spielte nicht nur auf dem Klavier, sondern las auch Geschichten und Gedichte. So stellte er beispielsweise die Vision vor, wie der Wahlkampf im nächsten Jahr ablaufen werde. Wenn Angela Merkel im Café „Yes, we Kännchen“ ruft oder Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister abgewählt wird und stattdessen Lena Meyer-Landrut und Ernst August von Hannover das Land regieren.
Das Publikum hatte viel zu lachen, wurde immer wieder in die Darbietung mit einbezogen und bestens unterhalten.

