Kinderfeuerwehr geht an den Start
Wolfsburg Die zweite Feuerwehrabteilung der Stadt Wolfsburg für 6- bis 10-Jährige wird es bald in Wendschott geben.
Die offizielle Gründung ist für Anfang 2013 geplant, eventuell sogar schon am 1. Januar.
Das will das Kommando der Freiwilligen Feuerwehr aber erst noch besprechen, sagte gestern im WN-Gespräch Pressewart Jan Draffehn. Erste Informationen zur neuen Kinderfeuerwehr wird es geben am ersten Schultag nach den Herbstferien, am Montag, 5. November, 8 Uhr, in der Grundschule Wendschott. In Absprache mit der Schulleitung werden Infozettel an die Schüler ausgegeben, sagt Draffehn.
Eine Infoveranstaltung für Eltern gibt es dann am Dienstag, 13. November, 17 Uhr, im Feuerwehrhaus. Der erste Dienst für die 6- bis 10-Jährigen soll dann am Dienstag, 20. November, von 16.30 bis 18 Uhr stattfinden. „Bis Weihnachten sollen dann noch fünf Probedienste stattfinden“, kündigt Draffehn an. Grundsätzlich sei in Zukunft dann ein wöchentliches Treffen geplant.
Wie viele Mitglieder die neue Abteilung haben könnte, steht noch nicht fest. Die Wendschotter wollen erst einmal die Infoveranstaltungen abwarten. „Wir müssen auch erst einmal in Ruhe schauen, wie viele Betreuer wir finden. Das Gute bei der Kinderfeuerwehr ist, dass das nicht so aufwändig gehandhabt wird wie bei der Jugendwehr. Bei den Kindern könne auch Eltern als Betreuer mitarbeiten. Sie müssen keine aktiven Mitglieder der Wehr sein und werden dann als passive Mitglieder geführt, sind aber versichert“, betont der Pressewart.
Draffehn freut sich über die Gründung der Kinderfeuerwehr und darüber, mit dem ehemaligen Barnstorfer Frank Seidel einen engagierten Aktiven für diese Aufgabe gefunden zu haben.
„Ich bin in der Jugendfeuerwehr groß geworden, war selbst lange Jugendfeuerwehrwart und habe mich um die Jugendleitercard gekümmert“, verrät der 42-Jährige Neu-Wendschotter. Nach vielen Gesprächen mit Betreuern und dem Ortsbrandmeister sei dann die Idee einer Kinderfeuerwehr immer konkreter geworden. „Dann ging alles plötzlich ganz schnell“, berichtet Seidel den WN.
Seit durch eine Satzungsänderung 2009 auch Kinderfeuerwehren in der Stadt zugelassen sind, gründete sich in Heiligendorf im vergangenen Jahr die erste Kinderfeuerwehr im Stadtgebiet. In ganz Niedersachsen, wissen Seidel und Draffehn, gründeten sich immer mehr Feuerwehrabteilungen für 6- bis 10-Jährige.
Die Feuerwehr erhofft sich auch, dass die jungen Feuerwehrleute später in die Jugendwehr und dann zu den Aktiven wechseln. Rein inhaltlich soll es nur im Ansatz um feuerwehrtechnische Inhalte gehen. „Wir setzen da zunächst eher auf das Spielerische und auf Brandschutzerziehung“, sagt Seidel. Alltagspraktisch Dinge wie das richtige Anzünden und Löschen einer Kerze gehörten unter anderem dazu.
Hinzu kommen, so ist es auf dem Informationszettel zu lesen, Gruppenspiele, Malen und Basteln für die Feinmotorik, das Erlernen kooperativen Verhaltens oder Grundlagen der Jugendfeuerwehrarbeit wie Knoten- und Kartenkunde.
Ausflüge hinter die Kulissen des Kinos oder des Badelandes stehen zusätzlich auf dem Programm.



