Gut 850 Bürger wären von Bombenräumung betroffen
Wolfsburg Am Sonntag könnte es wieder so weit sein: eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg wird auf dem Gelände des VW-Werkes entschärft.
Ob es wirklich ein Blindgänger aus dem Krieg oder einfach nur Metallschrott ist, wird sich am Samstag klären. Dann sondiert ein erfahrener Sprengmeister vom Kampfmittelräumdienst die Lage. Wenn es sich tatsächlich um eine Fliegerbombe handelt, werden weitere Experten der Behörde hinzugezogen. Der geplante Evakuationsradius von rund einem Kilometer um den Fundort deute darauf hin, dass es sich zumindest um einen größeren Metallkörper handele, sagte Doris Kleinwächter, Sprecherin des Kampfmittelräumdienstes.
Ab 18 Uhr wird am Samstag eine Hotline geschaltet, die betroffene Gewerbe und Einsatzkräfte informiert. Bürger können eine Ansage unter den Rufnummern 28 28 28 und 28 12 34 in Wolfsburg abhören.
Bestätigt sich, dass es sich um eine Bombe handelt, müssen in Kästorf laut Stadt 338 Personen evakuiert werden, in der Innenstadt sind 519 Bürger betroffen.
Als Anlaufpunkte stehen in Kästorf die Mehrzweckhalle bereit, in der Innenstadt die Turnhalle der Ferdinand-Porsche-Realschule. Die Evakuierung würde am Sonntag um 10 Uhr beginnen. Lautsprecherwagen sollen dann betroffene Anlieger informieren.
Menschen, die nicht mobil sind und sitzend oder liegend transportiert werden müssen, werden gebeten, unter der Nummer 115 mit der Stadt in Kontakt zu treten, um den Transport zu den Ausweichquartieren zu organisieren.
Im Falle des Bombenfundes wird auch der Zugverkehr stillgelegt. Von 10 bis 12 Uhr würden zwar noch Züge ohne Halt durch den Hauptbahnhof fahren, danach will die Bahn alle ICs und ICEs bis voraussichtlich 16 Uhr über Magdeburg und Braunschweig umleiten, mit Halt in Braunschweig. Falls sich herausstellt, dass es keine Bombe ist, sollen die Züge am Sonntag planmäßig verkehren, so die Bahn.


