Gewaltverbrechen – Vorsfelderin schwer verletzt
Wolfsburg Im Wolfsburger Ortsteil Vorsfelde hat ein Unbekannter in der Nacht auf Sonntag eine Frau in ihrer Wohnung schwer verletzt. Trotz SEK-Einsatzes ist der Täter flüchtig.
Nur wenige hundert Meter vom Ütschenpaul entfernt hat sich in der Nacht auf Sonntag ein Gewaltverbrechen abgespielt. Das Opfer, eine 46-jährige aus Vorsfelde, schwebt in Lebensgefahr.
Was genau in der Nacht geschehen ist, kann auch die Polizei noch nicht sagen. Fakt ist, dass gegen 4.10 Uhr der Rettungsdienst von einem jungen Mann alarmiert wurde. Als die Besatzung des Rettungswagen einen stark blutenden 26-Jährigen vorfand, alarmierten sie die Polizei. Die Beamten rückten mit mehreren Streifenwagen an.
Der Mann stand unter Schock, so Polizeisprecher Thomas Figge. Er konnte den Beamten aber sagen, dass es in der nahe gelegenen Wohnung seiner Mutter in der Wolfsburger Straße zwischen ihm, einem Bekannten und seiner 46 Jahre alten Mutter zum Streit gekommen war. Dieser Streit muss völlig eskaliert sein. Trotz seiner Verletzungen konnte der 26-Jährige im Verlauf der Auseinandersetzung aus der Wohnung flüchten.
Die Polizei, unterstützt von einem Sondereinsatzkommando, überprüfte die Wohnung. Dort lag die 46-jährige Vorsfelderin in einer Blutlache, lebensgefährlich verletzt. Vom Täter war in der Wohnung keine Spur. Die Polizei leitete daraufhin eine großflächige Fahndung ein. Bis Redaktionsschluss war der Täter aber noch auf der Flucht. Die Umstände der Tat sind unklar: "Wir können noch nicht sagen, was das Motiv war", so Thomas Figge. Auch über die Art der Verletzungen könne man aus ermittlungstaktischen Gründen keine Angaben machen. Das Opfer konnte wegen ihrer Verletzungen nicht vernommen werden, auch der 26-jährige Sohn stand unter Schock.
Jetzt ist die Polizei auf Zeugenhinweise angewiesen. Insbesondere interessiert die Fahnder, ob jemand zur fraglichen Tatzeit am frühen Sonntagmorgen etwas verdächtiges beobachtet hat. "Beispielsweise jemanden mit blutverschmierter Kleidung oder einen besonders auffälligen Fahrgast in Bussen oder Taxen", sagt Polizeisprecher Figge. Auch wisse man nicht, ob Täter und Opfer sich in der Wohnung des Opfers getroffen hätten oder zuvor gemeinsam in der Öffentlichkeit unterwegs gewesen seien.


